Spielberichte
04.03.2017
16:00 Uhr
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Stadion Liebefeld-Hessgut, Köniz
Zuschauer: 220
SR. Jancevski
Tore: 50. Herger 0:1. 54. Herger 0:2. 56. Walther 1:2.
Köniz: Ruiz; Stauffiger, Koubsky, Portillo, Carrasco; Miani (80. Zenuni), Schubert, Naili (57. Henzi), Melo (64. Kasai); Walther, Osmani.
Cham: Merlo; Nussbaumer, Elvedi, Niederhauser, Walker; Christen (67. Nimi), Bader, Hammerich (87. Sturzenegger), Trachsel; Herger (73. Stojanov); Scherer.
Bemerkungen: Köniz ohne Acosta, Guto, Ledesma, Herensperger (alle verletzt). Cham ohne Gasser, Thöni, Wüest.

Ein Auftakt nach Mass

Die Chamer starteten gestern bei Köniz mit einem 2:1-Sieg in die 18. Meisterschaftsrunde der Promotion League. Matchwinner war Roman Herger (23), der nach der Pause gleich doppelt traf.

von Michael Wyss sport@zugerzeitung.ch

Mit einem Doppelschlag innert vier Minuten (50. 0:1; 54. 0:2) ebnete der 23-jährige Stürmer Roman Herger den Chamern den Dreier auf dem Sportplatz Liebefeld-Hessgut gegen Köniz. Herger profitierte bei seinen Treffern von herrlichen Kombinationen: das 1:0 leiteten Reto Scherer (27) und die Neuverpflichtung Marco Trachsel (20) nach einer schönen Ballstafette ein, das 2:0 bereitete Pascal Christen (24) vor. „Das waren herrliche Treffer“, freute sich Chams Sportchef Marcel Werder (39).

„Erfolg für die Moral“
Den Anschlusstreffer der Stadtberner zum 1:2 (56.) kam nach einem Freistoss postwendend und brachte die Spannung in die Partie zurück. Doch dies bedeutete nur noch Resultatkosmetik. Die Ennetseer verwalteten diesen Vorsprung über die Zeit, wenn auch mit viel Dusel in den Schlussminuten. Werder: „Wir mussten etwas Glück beanspruchen. Doch wir haben uns diesen Sieg auch erkämpft und somit sicher verdient“. Und Herger sagte: „Dieser Dreier war enorm wichtig. Schön, dass ich dem Team mit meinem Doppelpack helfen konnte. Dieser Erfolg war wichtig für die Moral“. Er war es auch, welcher in der ersten und einer mehr oder weniger ereignisarmen Halbzeit die beste Möglichkeit zur Chamer-Führung besass. Der Stürmer scheiterte in der 25. Minute alleine vor Köniz Schlussmann Kelion Ruiz.

Der Sieg war letztendlich das Produkt einer kämpferisch tadellosen Leistung. Seinen Beitrag zum Erfolg hatte auch Cham Keeper Alessandro Merlo geleistet. Der 23-Jährige wirkte sicher und strahlte während der gesamten Partie die nötige Sicherheit aus. Unter anderem mit einer Glanzparade (32.) bewahrte er sein Team nach einem Missverständnis in der Abwehr vor einem Rückstand.

Punkte waren Pflicht 
Werder: „Das Team hat mit diesem Sieg auch den Charaktertest bestanden und mentale Stärke bewiesen. Denn wir standen heute unter Druck und mussten unbedingt punkten. Das Team meisterte diese nicht einfache Aufgabe. Chapeau“. Die Erleichterung auf Seiten der Chamer nach Spielschluss war verständlich. Es war bereits eine richtungsweisende Partie gegen einen direkten Mitstreiter im Kampf um den Ligaerhalt. Angesichts der Tabellenlage war die Devise für das Team von Trainer Jörg Portmann (39) schon vor diesem Duell klar: verlieren verboten! Die Ennetseer, welche vor dem Auftakt mit einer Reserve von fünf Punkten auf den Abstiegsplatz (15. Rang; Bavois; 18 Punkte) in die 18. Runde der Promotion League starteten, durften sich beim siebtplatzierten Köniz (24 Punkte) keine Niederlage leisten. Verteidiger Pascal Nussbaumer (32): „Wir wollten den Dreier. Etwas anderes zählte nicht. Die Vorbereitung haben wir auf diesen Tag X gelegt und waren gut vorbereitet. Kampf und Disziplin stimmten heute“.

Köniz scheint den Ennetseern also zu liegen. In der Vorrunde besiegte Cham diesen Gegner mit 4:3. Auch in der Vergangenen Spielzeit konnte man ungeschlagen aus den beiden Duellen (1:1; 2:2) gehen.

Sportchefs Wunsch
Am Samstag (16.00, Eizmoos) trifft Cham auf Sion II. Gegen die Walliser ist der nächste Sieg Pflicht. Das würde Chams Sportchef Werder natürlich erneut in die Karten spielen. Er forderte letzte Woche möglichst schnell die 32 Punkte Marke zu knacken, was zum Klassenerhalt reichen dürfte. Die Walliser (24 Punkte) spielen heute Nachmittag gegen den Leader Kriens (38). Verteidiger Fabio Niederhauser (21): „Diese drei Punkte beflügeln uns natürlich. Wir sind topmotiviert nach diesem Erfolg und freuen uns auf das erste Heimspiel im neuen Jahr, welches wir auch gewinnen wollen“.