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Ein neues Kapitel für Reto Scherer

Am Ende der abgelaufenen Saison erklärte Reto Scherer nach 10 Jahren im Fanionteam den Rücktritt aus dem Spitzenfussball. Er hatte in dieser Zeit in 287 Pflichteinsätzen 71 Tore erzielt. Die Gründe für den Rücktritt im idealen Fussballeralter lagen einerseits in seinen beruflichen Ambitionen, andrereits aber auch in seiner langjährigen Knieverletzung. Nun scheint ein "Comeback" möglich, allerdings nicht in der Ersten Mannschaft.

Es gibt wohl aktiv kein erfolgreicheres Eigengewächs als Reto Scherer, der bereits als B-Junior in der 1. Mannschaft debütierte und zahlreiche Erfolge feierte, wie den Aufstieg in die Challenge League vor 4'500 Zuschauern gegen Biel, den lupenreinen Aufstieg in die Promotion League gegen Baden und Bonstetten, sowie die zahlreichen Cupspiele gegen Schweizer Spitzenteams mit dem historischen Sieg über Cupriese Servette aus der Super League.

Zwei Familien als Herzensangelegenheit
All diese Momente gehören zu den emotionalen und somit bleibendsten Eindrücken für Reto Scherer. Noch wichtiger aber sind dem Familienmenschen Reto Scherer die vielen Freundschaften, das Zusammengehörigkeitsgefühl im Verein, und der ganz besondere "Groove" in seiner Chamer Fussballfamilie. Kein Wunder, denkt er dabei auch dankbar an seine eigene Familie, etwa an seinen allzu früh verstorbenen Vater, der immer schon von Kind an ihn geglaubt hat, seinen Bruder und seine Mutter, die ihn immer wieder motivierten und unterstützten. Kein Wunder also, dass ihm der Rücktritt vom Spitzenfussball überhaupt nicht leicht fiel. Kein Wunder, wenn er sich wünscht, dass möglichst viele ehemalige Chamer Junioren bald wieder in die Heimat zurückkehren, um dem Verein etwas zurückzugeben.

Dankbar für die gute Zeit
Dankbar ist Reto Scherer für die vielfältigen Erfahrungen, die er bei SC Cham unter den ausgezeichneten Trainern machen durfte, so mit seinem Entdecker Dada Gross als B-Junior und natürlich auch mit Koryphäen wie Thomi Wyss, Sven Christ, Udo Portmann, Dani Stadler und Andy Egli. Fussballerisch in negativer Erinnerung bleiben ihm lediglich die knochenharten Partien, als die Mannschaft tief im Abstiegsstrudel steckte und erst im Entscheidungsspiel in Schötz gegen den FC Emmenbrücke das bessere Ende für sich behielt. Aber auch das kann er mittlerweilen richtig einschätzen und der Erfahrung durchaus positive Seiten abgewinnen.    

Neue Optik - neue Visionen
Mit seiner grossen Erfahrung, seinem Kampfgeist, seinem unbändigen Siegeswillen und seinem Torriecher ist Scherer nach wie vor ein Superspieler, der auf der Wunschliste vieler Vereine steht. Er aber bleibt dem Verein treu und gibt sein "Comeback" in der 2. Liga. Er wird in der Saison 1017/2018 den neuen Cheftrainer Pascal Nussbaumer der zweiten Mannschaft zusammen mit seinem Mannschaftskollegen Ueli Sturzenegger im Trainerstab unterstützen und gleichzeitig seine Stärken als Spieler in diesem jungen Team aus eigenengewächsen ausschöpfen, notabene zusammen mit seinem Bruder Sandro. Dass dies nach dem Aufstieg nun in der 2. Liga möglich ist, freut ihn umso mehr. Die Fans der zweiten Mannschaft und die vielen Reto Scherer Fans freut's allemal. Sie alle wünschen dem Chamer Thomas Müller schon jetzt viel Erfolg. Sie hoffen, dass er mit seiner ganz eigenen Spielweise und seinem Charisma auch weiterhin ähnlich dem Ex-Bayern Star weiter Werbung für den Fussball machen wird.


Text: André Dommann