SC Cham Interaktiv

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02.03.2019
16:00
1
O
Stadion Eizmoos, Cham
Zuschauer: 390
SR. Borra
Tore: 91. Röthlisberger 1:0.
Cham: Blättler; Röthlisberger, Niederhauser, Stefanovic, Thöni (88. Bender); Romano (72. Wicht), Balaj (88. Laisa), Foschini, Nimi (65. Gasser); Giampa; Miani.
Brühl: Lazraj; Bozic, Ivic, Franin; Pellegatta (60. Lovakovic); Holenstein, Scherrer (46. Abegglen), Vanin, Shala (76. Baumann), Nguyen (88. Degen); Sabanovic.
Bemerkungen: 42. Platzverweis Vanin (Gelb-Rot). Cham ohne Rafhina, Loosli (beide verletzt). Brühl ohne Huber, Riedle, Janjatovic (alle verletzt).

Hochverdienter Sieg in der Nachspielzeit

Der SC Cham gewinnt seine erste Partie nach der Winterpause gegen Brühl St.Gallen mit 1:0 Toren. Die Eizmoos-Elf musste sich allerdings lange gedulden, bis der entscheidende Treffer fiel.

von Martin Mühlebach  -  sport@zugerzeitung.ch

In der 42. Spielminute schickte Schiedsrichter Borra den Brühler Vanin nach zwei Fouls innerhalb von fünf Minuten mit der gelb-roten Karte unter die Dusche. «Der Entscheid des Unparteiischen war vertretbar, aber hart», sagt der Chamer Sportchef Marcel Werder. Bis zum Platzverweis des St.Gallers bekamen die 390 Zuschauer auf dem Eizmoos ein beidseits von Vorsicht und Respekt geprägtes Spiel zu sehen.

Beide Teams legten ihr Hauptaugenmerk auf die defensive Absicherung. Flüssige Spielzüge und daraus resultierende Torraumszenen hatten – hüben wie drüben – Seltenheitswert. Das torlose 0:0 Unentschieden nach 45 Spielminuten widerspiegelte das Geschehen auf dem etwas holprigen und stumpfen Rasen.

Chamer Sturmlauf aufs gegnerische Tor

Mit einem Mann mehr nahmen die Platzherren die 2. Halbzeit mit viel Elan in Angriff. Aber sie taten sich lange Zeit schwer, die oftmals aus zehn Mann bestehende Abwehr der St.Galler zu knacken. Der Chamer Trainer Jörg Portmann konstatierte zurecht: «In Überzahl zu spielen, war auf dem holprigen Terrain alles andere als einfach. Wichtig war, dass mein Team die Ruhe und defensive Konzentriertheit nie verlor und bis zuletzt an den Sieg glaubte.»

Brühl geriet vor allem nach unwiderstehlichen Tempoläufen der Chamer Neuverpflichtung Cristian Miani in arge Nöte, aber unpräzise Pässe seiner Teamkollegen in der Box, erwirkten nicht den erhofften Support. Cham lief buchstäblich die Zeit davon. Und so hatte bereits die Nachspielzeit begonnen, als es der Chamer Mittelfeldspieler Sandro Foschini seinem Brühler Widersacher den Ball abzuluchsen vermochte. Über Davide Giampà gelangte das runde Spielgerät zu dem in der 65. Minute eingewechselten Cyrill Gasser, dessen Flankenball der aufgerückte Aussenverteidiger Kevin Röthlisberger ins Tor beförderte. Der erst in der 91. Minute gefallene Siegestreffer, zu Gunsten der sich nach dem Abpfiff glücklich in den Armen liegenden Chamer, war hochverdient. Der in der Winterpause vom SC Kriens verpflichte Siegestorschütze Kevin Röthlisberger gesteht: «Es war kein leichtes Unterfangen, die mit Mann und Maus verteidigenden Brühler zu bezwingen. Aber wir wollten den Sieg und steckten nie auf. Dass ich den Flankenball von Cyrill Gasser per Kopf ins Tor der St.Galler abzulenken vermochte und damit meinem Team einen hochverdienten Sieg bescheren konnte, löste in mir ein unbeschreibliches Glücksgefühl aus.»

Fotos: Reto Müller