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SC Cham vs Grasshopper Club Zürich

Dienstag, 02. Dezember 2025 20:00 Uhr | Stadion Eizmoos, Cham
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Cup 25/26 3427 Zuschauer | SR: von Mandach
Tore: 18. Ullmann (Marques) 0:1. 21. Abels (Corner Jensen) 0:2. 91. Ris (Foulpenalty) 1:2.

Mannschaftsaufstellung

SC Cham: Stucki; Loosli, Bühler (78. Bieri), Niederhauser, Schuler; Bajric, Franek, Pauli (59. Lujic); Pasquarelli (59. Flühmann); Wiskemann (70. Tia Chef), Vögele (59. Ris).

Grasshopper Club Zürich: Hammel; Abels (61. Decarli), Diaby, Stroscio; Marques (83. Creti), Zvonarek (61. Meyer), Mantini, Ullmann; Jensen (76. Krasniqi); Plange (61. Diarrassouba), Muci.

Bemerkungen: Cham ohne Gehrig und Lang (beide verletzt). Grasshoppers ohne Abrashi, Clemente, Lee, Lupi, Arigoni, Bettkober und Paloschi (alle verletzt). – Verwarnungen: 36. Bühler, 63. Stroscio, 64. Wiskemann, 77. Bajric (alle Foul).

Cham verliert im dicken Nebel gegen GC

Mutiger Auftritt des SC Cham im Cup-Achtelfinal. Doch die Grasshoppers gewinnen dank zweier früher und spektakulärer Tore 2:1.

Daniel Wyrsch

Die 3427 Zuschauende bekommen im Eizmoos einen animierten Cup-Achtelfinal zu sehen. Wobei der immer mehr aufkommende Nebel die Sicht über das Spielfeld ziemlich einschränkt. Für den SC Cham beginnt die Partie nicht wie gewünscht: Bereits in der 18. Minute trifft der österreichische GC-Angreifer Maximilian Ullmann mit dem linken Fuss per Direktabnahme in den Winkel zum 1:0 des Super Ligisten. Das lange Zuspiel kommt von Samuel Marques.

Aber damit nicht genug: Nur drei Minuten später schlägt der Ball schon wieder hinter Cham-Goalie Nico Stucki ein. Diesmal ist es eine Direktabnahme von GC-Captain Dirk Abels. Der Verteidiger kann nach präzisem Corner von Jonathan Asp Jensen in der 21. Minute unbedrängt einschiessen. Durch den frühen 0:2-Rückstand lassen sich die Schützlinge von Pascal Nussbaumer jedoch nicht entmutigen. Cedric Franek will es den oberklassigen Profis sofort gleichtun und schiesst in Richtung GC-Tor. Der Ball fliegt nur knapp am Aussenpfosten vorbei.

Vergebene Chance von Cham-Angreifer Vögele
Wenige Sekunden später hat Cham-Stürmer Laurin Vögele eine noch bessere Gelegenheit, um das Skore auf 1:2 zu stellen. Doch der pfeilschnelle 21-Jährige scheitert am Zürcher Keeper Justin Hammel, der reflexstark abwehrt. Das Team von Gerald Scheiblehner ist nun gewarnt. Klar ist: Der Promotion-Ligist darf nicht unterschätzt werden. Bekanntlich warfen die Zuger in dieser Saison schon den FC Lugano aus der höchsten Liga aus dem Cup-Wettbewerb.

Zum Auftakt der zweiten Halbzeit agieren die Chamer erneut gefährlich in der Offensive. Nach einem Kopbfall von Matteo Pasquarelli schiesst Marin Wiskemann übers Gehäuse. Die Sicht wird nicht besser, erschwerend kommt dazu, dass die Hoppers in einem ungewohnt grünen Dress spielen und Cham im traditionellen roten Trikot mit blauen Hosen antritt. Die Unterschiede der Spielbekleidungen der beiden Kontrahenten könnten fürs Publikum kontrastreicher sein.

Cham-Coach Nussbaumer wechselt mutig ein
Cham-Trainer Nussbaumer versucht in der Schlussphase, seine Mannschaft noch offensiver auftreten zu lassen. So wechselt er in der 70. Minute den früheren Luzern-Stürmer Eric Tia Chef für Wiskemann ein und in der 78. Minute ersetzt Angreifer Marvin Bieri den Innenverteidiger Mario Bühler. Die Zuger geben nicht nach, sind sehr bemüht, um den Anschlusstreffer zu erzielen. Allerdings stellen sich die Hoppers ihnen entgegen. Scheiblehner hat sie inzwischen darauf eingestellt, den Zweitorevorsprung über die Zeit zu bringen.

Vereinzelte Konterangriffe spielen die Profis aus Zürich aus ihrem kompakten Abwehrdispositiv. In der 89. Minute erhält der eingewechselte Samuel Krasniqi sogar eine doppelte Torchance. Zuerst scheitert er aus nächster Nähe an Cham-Goalie Stucki, Sekunden später verzieht er seinen Schuss, das Spielgerät geht am rechten Pfosten vorbei.

Elfmetertor in der 91. Minute kommt zu spät
In der 90. Minute kommt noch einmal Hoffnung auf im Eizmoos: Abdoulaye Diaby trifft Florian Schuler mit dem Fuss am Kopf. Schiedsrichter Johannes von Mandach zeigt auf den Punkt. Der eingewechselte Joel Ris nimmt den Ball und schiesst den fälligen Foulpenalty zum 1:2-Anschlusstor (91.) in die Maschen. Der Treffer in der Nachspielzeit kommt aber zu spät. GC lässt sich bis zum Abpfiff nicht mehr bezwingen. So feiern die Zürcher Fans den Viertelfinaleinzug der Gäste mit Pyros. Das drittklassige Cham darf trotz des Ausscheidens stolz auf die eigene Darbietung sein.

Der 40-jährige SC-Cham-Coach Pascal Nussbaumer zeigt sich nach dem Cupmatch zwar nicht zufrieden mit dem Resultat, hingegen mit dem mutigen Auftritt seiner Equipe: «Wir hatten daran geglaubt, dass wir nach Lugano auch die Grasshoppers bezwingen können. Schade für uns, dass wir erst so spät den Treffer zum 1:2 schiessen. Vor allem in der zweiten Halbzeit ist uns eine gute Leistung gelungen.» Diese Cupsaison hat den Amateurspielern unvergessliche Momente gegen Super-League-Teams beschert. «Wir wollen auch nächste Saison wieder solche Highlights im Cup erleben», sagt Nussbaumer.