SC Cham Interaktiv

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Im Sommer des letzten Jahres startete die Partnerschaft zwischen dem SC Cham und der medfit, welche an der Zugerstrasse 51 in Cham zu Hause ist. Der sportliche Leiter des SC Cham, Marcel Werder, zieht aus dem letzten halben Jahr folgendes Fazit:

«Dank der professionellen Zusammenarbeit mit medfit konnten wir in der medizinischen Abteilung einen grossen Schritt nach vorne machen. Dies hilft uns enorm, um mit den stetig wachsenden Anforderungen in der Promotion League Schritt halten zu können. Die Zusammenarbeit mit Caroline, Nadja und auch unserem Sportarzt Dr. Markus Keller klappt bestens, die Prozesse sind klar definiert. Die Spieler wissen, dass sie da in bester Betreuung sind, was ein entscheidender Punkt ist. Ich bin dankbar, konnten wir diese Partnerschaft im letzten Sommer zusammen mit Peter Roth von der medfit lancieren».

Der Gründer und Inhaber der medfit Gruppe, Peter Roth, beschreibt es wiederum so:

«Die Medical-Partnerschaft mit dem SC Cham erfüllt mich mit Zufriedenheit und Glück. Ich finde es bemerkenswert, wie ein Verein in der Promotion-Liga versucht, mit einem fundierten medizinischen Versorgungskonzept einen Mehrwert für die Spieler zu schaffen. Da sind wir bei medfit gerne bereit, unseren Teil dazu zu leisten. Eine Win-Win Situation für alle.»

Nun ist es aber auch höchste Zeit, die Perspektive der zuständigen Physiotherapeutin, Caroline Zurbrügg, zu erfahren.

Seit mehr als einem halben Jahr läuft die Zusammenarbeit mit dem SC Cham. Wie hast du diese Zeit erlebt?
Caroline Zurbrügg: Die Zusammenarbeit macht mir Spass und wir haben uns mittlerweile auch als Team gefunden. Es gibt fortlaufend Punkte, welche optimiert werden können. Gerade im Bereich der medizinischen Abläufe gibt es immer Verbesserungspotential. Jedoch schätze ich genau diese Abwechslung und zudem erfahre ich beim SC Cham eine grosse Offenheit und einen guten Teamspirit.

Du hast nicht nur die Aufgabe der Physiotherapeutin im Verein übernommen, sondern bist auch für die Koordination aller sportmedizinischer Abläufe & Prozesse zuständig. Kannst du genauer erläutern, was das genau bedeutet?
Bei Verletzungen übernehme ich die Kommunikation zwischen dem Staff und dem betroffenen Spieler. Sobald sich ein Spieler verletzt, werden die Erstuntersuchungen und die speziellen Assessments vor Ort von mir durchgeführt. Darauf folgen Entscheidungen über eine notwendige Konsultation bei unserem Sportarzt, mögliche Trainingsanpassungen, Empfehlungen bezüglich Trainingspausen oder auch das Erstellen von benötigten Trainingsübungen. Zu meinen Aufgaben zählt aber auch die Organisation und Abgabe des medizinischen Materials beim SC Cham, die Überprüfung des Notfallplans und die benötigten Anleitungen zur medizinischen Erstversorgung.

Neben der Behandlung von verletzten Spielern kümmerst du dich auch um die Prävention. Was ist da besonders wichtig und wie integrierst du das in die Trainings der Spieler?
Jeder Spieler bringt eine andere Leistungsfähigkeit mit sich, somit ist die Prävention häufig individuell. Ein Schwerpunkt liegt auf der Stärkung der Muskulatur und der Verbesserung der Stabilität. Dies kann durch gezielte Übungen und funktionelles Training erreicht werden. Während der Saisonpause erhalten die Spieler ein spezifisches Krafttraining- und Laufprogamm, welches eigenverantwortlich ausgeführt wird. Zusätzlich gebe ich Empfehlungen bezüglich der Regeneration und möglichen Anpassungen bei Trainingseinheiten neben und auf dem Platz ab.

Spieler, welche verletzt sind, werden sowohl in der Praxis wie auch neben dem Spielfeld von dir behandelt. Inwiefern unterscheidet sich die Physiotherapie in der Praxis von jener neben dem Spielfeld?
In der Praxis kann die Physiotherapie auf langfristige Rehabilitation ausgerichtet werden. Es ist eine klinische Umgebung, in der ich als Therapeutin eine Vielzahl an Behandlungsausrüstungen und -geräten zur Verfügung habe. Die Physiotherapie neben dem Spielfeld konzentriert sich hingegen auf die Sofortversorgung von Sportverletzungen und die schnelle Rückkehr des Spielers ins Spiel (sofern dies möglich ist). Sie erfolgt in einem Umfeld mit begrenzten Ressourcen, wodurch häufig auch Kreativität gefragt ist.

Zusätzlich zu deinem Engagement beim SC Cham befindest du dich gerade in der Ausbildung zum MSc in Spitzensport. Wie genau hilft dir diese Ausbildung dabei, deine Aufgabe beim SC Cham zu meistern?
Meine Ausbildung im MSc Spitzensport ist eine wichtige Ergänzung zu meiner Arbeit. Ich kann mein vertieftes Wissen im Bereich der Trainingswissenschaft in der Praxis anwenden und auch ausprobieren. Dadurch können die wissenschaftlichen Prinzipien des Trainings gezielter vermittelt werden, einschliesslich der Belastungssteuerung, Trainingsperiodisierung, sowie diversen Trainingsmethoden. So ist es mir möglich, die Sportler gezielter zu rehabilitieren und wieder in die Mannschaft zu reintegrieren.

Welches Erlebnis in diesem halben Jahr ist dir besonders im Gedächtnis geblieben?
Für mich bestehen die Highlights darin, wenn Spieler nach einer Verletzung wieder in die Mannschaft integriert werden können.

Bericht: Flavia Röösli
Fotos: Reto Müller

Auf den Bildern arbeitet Caroline Zurbrügg zusammen mit dem Spieler der 2. Mannschaft, Reto Scherer am Aufbau nach seiner Achillessehnenriss Operation.