1. Mannschaft
Das Trainerduo Schwegler – Gesteiro und der SC Cham gehen getrennte Wege
Alles hat seine Zeit! Das Trainerduo Schwegler – Gesteiro und der SC Cham gehen getrennte Wege
Alles hat seine Zeit! Sich aufeinander einlassen, zusammen trainieren, Spiele gewinnen und verlieren, Erfolge feiern, miteinander weiterkommen, Konflikte austragen, sich gegen einen drohenden Abstieg wehren, Werte implementieren, Freunde gewinnen und verlieren. Nach sechs sehr erfolgreichen Jahren gehen der SC Cham und seine beiden Trainer Roland Schwegler und Emilio Gesteiro getrennte Wege; alles hat seine Zeit! Marco Egli wird als Torhütertrainer nach zwei Jahren ebenfalls den Verein verlassen.
Sechs Jahre lang in der Regel immer in der vorderen Tabellenhälfte, viermal Cuphauptrunde mit Gegnern wie Challenge League Vertreter Schaffhausen und Aarau, Cupsieger FC Luzern, Meister FC Zürich, sowie zahlreiche Offensivspektakel gegen die Grossen der Promotion League mit hochkarätigen Derbys liessen die Herzen der Fans höherschlagen und sprechen für sich.
Die Erfolge waren keineswegs selbstverständlich und mussten redlich erarbeitet werden, galt es zu Beginn einer Saison jeweils zahlreiche Abgänge zu verkraften, standen die gut ausgebildeten, fitten und erfolgreichen Spieler doch auf der Wunschliste höher dotierter Mannschaften. Dem Trainerduo gelang es jedoch immer wieder, die durch Sportchef Marcel Werder und Teammanager Walter Riedweg zusammengestellten Teams innert kürzester Zeit zu einer solidarischen und motivierten Einheit zu formen und ihre Vorstellungen von Fussball auf das Team zu übertragen. Roland Schwegler und Emilio Gesteiro haben dem SC Cham in den vergangenen sechs Jahren tolle Erlebnisse und viele Erfolge beschert und das Erbe von Udo Portmann weitergepflegt. So ist es keineswegs selbstverständlich, dass die Ennetseer inzwischen ohne Unterbruch in der Promotion League vertreten sind und sich einen sehr guten Namen gemacht haben.
Dank
Der SC Cham und seine Fans danken den beiden Trainern für ihr grosses und erfolgreiches Engagement über sechs Jahre und ihr zusätzliches Wirken neben dem Platz, sei es an Veranstaltungen, im Juniorenbereich oder im Vorleben von Begriffen wie Leistungswillen, Fairness, Respekt und Anstand.
Die Nachfolge tritt mit Pascal Nussbaumer ein langjähriger Fanionspieler und aktuell Trainer der 2.Liga-Inter Mannschaft an. Schwegler hat sich entschieden, in der Region zu bleiben und will das in ihn gesetzte Vertrauen beim ambitionierten FC Rotkreuz rechtfertigen. Leider wird der Nachbarverein in der kommenden Saison nach seinem Abstieg im letzten Meisterschaftsspiel nächste Saison in der 2. Liga Inter antreten müssen. Wohin es Gesteiro zieht, ist aktuell noch offen, sein Ziel ist es, künftig als Cheftrainer Verantwortung zu übernehmen. Sie hoffen, in Cham in bester Erinnerung zu bleiben.
Was wir noch sagen wollten…
Rolf Tresch, Präsident
«Ich erlebte in all den Jahren eine topprofessionelle und tolle Zusammenarbeit mit dem Trainerduo Schwegler-Gesteiro. Die Aufgabenteilung war klar ersichtlich und die beiden haben sich ideal ergänzt. Ich empfand beide als beliebte Persönlichkeiten im Kreise der SC Cham Familie. Ich wünsche beiden alles Gute und viel Erfolg am neuen Wirkungsort und danke ihnen für ihr grosses Engagement unter dem Motto «gemeinsambärenstark!»»
Marcel Werder, Sportchef
«Die letzten sechs Jahre mit Roli und Emilio waren für mich eine lange und sehr prägende Reise – wie man sie im Fussball nur selten erlebt. Wir haben gemeinsam viele Herausforderungen gemeistert – stets mit gegenseitigem Respekt und einer grossen Leidenschaft für den Fussball. Die erfolgreiche Etablierung unserer 1. Mannschaft in der Promotion League, die starken Platzierungen wie auch die emotionalen Cupspiele sind Belege für ihre hervorragende Arbeit. Ich danke Roli und Emilio für ihren unermüdlichen Einsatz, ihre Loyalität und die stets professionelle Zusammenarbeit. Für ihren weiteren Weg wünsche ich ihnen nur das Beste – sportlich wie persönlich.»
Walter Riedweg, Teammanager
«Ich bedanke mich für die angenehme Zusammenarbeit während dieser langen Zeit. Zurück bleiben unzählige sportliche Highlights und viele wertvolle Erinnerungen. Ich wünsche beiden alles Gute und weiterhin viel Erfolg auf ihrem zukünftigen Lebensweg. Auch Torhütertrainer Marco Egli danke ich herzlich und wünsche alles Gute für die Zukunft.»
Fabio Niederhauser, Captain
«Roli Schwegler war für mich ein Trainer, der klare Vorstellungen hatte und zuhören konnte. Er verstand es, Wertschätzung zu zeigen und wusste, wann er intervenieren oder auch schweigen sollte. So gelang es ihm, gewinnbringend mit schwierigen Situationen oder Spielerpersönlichkeiten umzugehen. Er selbst brauchte nie im Mittelpunkt zu stehen. An erster Stelle standen stets das Team und der Verein. Die beiden Trainer waren hochmotiviert und es gelang ihnen, das Feuer auf die Mannschaft zu übertragen.»
Roland Schwegler
«Nach einem schwierigen Start in der Coronazeit waren wir vier Jahre absolut top unterwegs, Wir haben zusammen mit dem Team aus wenig viel gemacht. Dies hat sich in der Tabelle mit einem 2. und einem 4. Platz und den Cupauftritten gegen Luzern (Cupsieger) und Zürich Meister) gezeigt. Die letzte Saison gestaltete sich nach einem harzigen Start etwas schwieriger, spielten wir doch zu viel unentschieden. Mitverantwortlich für diese Situation waren bestimmt die vielen Verletzungen, besonders im Angriffsbereich. Schön war, dass wir dann aber drei Runden vor Schluss den Ligaerhalt definitiv erreichen konnten und im letzten Spiel der Saison mit einem Sieg gegen den FCL U21 sogar nochmals die direkte Cupqualifikation (6. Schlussrang) erkämpfen konnten. Alles in allem fällt die Bilanz der sechs Chamer Jahre sehr positiv aus.»
Emilio Gesteiro
«Mir bleiben sehr viele schöne Momente in Erinnerung, so etwa die vier Cupspiele gegen oberklassige Teams aus der Challenge und der Super League. Es ist uns sicher gelungen, Cham in der Promotion zu etablieren. Die Auftritte und die Klassierungen in der vorderen Tabellenhälfte haben dazu beigetragen, dass der SC Cham als erfolgreicher und sympathischer Club wahrgenommen wird.»
Text: André Dommann