FC Bavois vs SC Cham
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Mannschaftsaufstellung
FC Bavois: Brenet; Diallo; Sarr; Rodrigues; Gétaz; Ivanov, Iseni (77. Maio), Zock; Alvarez (71. Clément), Rochat (77. Bajrami), Ouhafsa (91. Bega).
SC Cham: Zajac; Tschopp (79. Niederhauser), Büeler (62. Flühmann), Bühler, Franek, Pauli (79. Zimmermann); Pasquarelli, Vögele, Bajric, Domoraud (60. Martin); Marleku (67. Loosli).
Bemerkungen: Cham ohne Schuler, Kiendrebeogo (beide gesperrt), Lujic und Lang (beide verletzt).
Ennetseer feiern auf dem Acker einen wichtigen Punktgewinn
Cham holt in Bavois ein Unentschieden. Der Zustand des Rasens machte nicht mehr möglich.
Michael Wyss
Nach dem 3:3-Unentschieden gegen den Aufstiegsanwärter Kriens reisten die Chamer voller Zuversicht in die Westschweiz, wo mit dem abstiegsgefährdeten Bavois, dem gleichzeitigen Schlusslicht der Promotion League, eine schwierige Aufgabe wartete.
Von Beginn an entwickelte sich auf dem schwierig zu bespielenden Terrain – «der Dreck klebte an den Schuhen», so Chams Spieler Fabio Niederhauser – ein hart umkämpftes Spiel mit vielen Zweikämpfen. Das einzige probate Mittel war, den Ball in die gegnerische Zone zu schlagen und zu hoffen, dass aus der Situation etwas entsteht. Ein gepflegtes Fussballspiel war nicht möglich, Mister Zufall herrschte an diesem Nachmittag im Stadion Terrains Les Peupliers vor lediglich 155 Zuschauenden.
So war es auch nicht weiter erstaunlich, dass nennenswerte Aktionen vor dem gegnerischen Gehäuse fehlten. Die grösste Gefahr ging von Bavois’ Adrian Alvarez Joaquim aus. Nach einem Abpraller stand er plötzlich alleine vor Chams Keeper Patrick Zajac, doch sein Abschluss zischte über das Gehäuse. Fazit der ersten Halbzeit: Die Ennetseer nahmen die schweren Bedingungen an und wehrten sich mit allen Kräften im Kampf um wichtige Punkte im Abstiegskampf.
Chams Schlussmann Zajac hexte
Nach dem Seitenwechsel hatten die Einheimischen, welche mit 16 Punkten Sichtkontakt mit dem Ligaerhalt hatten, eher etwas die Oberhand übernommen und schnürten die Chamer in die eigene Platzhälfte zurück. Die vielen hohen Bälle konnten von den gut und kompakt stehenden Innenverteidigern Mario Bühler und Cedric Franek geklärt werden. Es benötigte von jedem einzelnen Akteur eine konzentrierte Leistung, um stets auf der Höhe zu sein.
Je länger die Partie dauerte, desto mehr gab es auch vereinzelt Räume für Gegenstösse für das Team von Trainer Roland Schwegler. Die beste Möglichkeit vergab Laurin Vögele mit dem Anbruch der Schlussviertelstunde. Bei seinem Abschlussversuch brachte er zu wenig Kraft hinter den Ball, so konnte der Schlussmann mit dem Fuss noch parieren.
In der Schlussphase wurde es nochmals hektisch, beiden Teams hätte der Lucky Punch gelingen können. Zajac rettete den Gästen mit zwei Glanzparaden in der vierminütigen Nachspielzeit den Punkt. Ein wichtiger Punkt: Mit Bavois konnte ein direkter Konkurrent im Abstiegskampf auf Distanz gehalten werden. Chams Routinier Niederhauser: «Momentan ist jeder Punkt wichtig für uns, wir haben als Team aufopfernd dafür gekämpft.»
Cham will den Dreier
Bereits am Mittwoch (19.30 Eizmoos) kommt es zum Nachtragsspiel gegen den bisher stark aufspielenden Liganeuling Grand-Saconnex (7. Rang; 28 Punkte). Für Cham gilt es weiter, das Punktekonto aufzustocken, ein Dreier würde nach zwei Unentschieden etwas Beruhigung in Richtung Abstiegszone bringen. Die Luft nach hinten ist nach wie vor dünn, auf dem ersten Abstiegsplatz (17. Rang; Lugano U21) hat Cham bei einer Partie weniger ausgetragen vier Punkte Reserve. Laurin Vögele: «Wir sind zuversichtlich, gegen den Aufsteiger auf die Siegesstrasse zurückzukehren.» Am Samstag (16.00 Eizmoos) schliesst der Nachwuchs des FC Basel die englische Woche ab.