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FC Biel-Bienne 1896 vs SC Cham

Sonntag, 23. November 2025 15:00 Uhr | Tissot Arena, Biel
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Meisterschaft 25/26 608 Zuschauer | SR: Dedukic
Tore: 25. Vögele 0:1. 62. Rossier 1:1. 77. Rossier 2:1. 80. Rossier 3:1.

Mannschaftsaufstellung

FC Biel-Bienne 1896: Roth; Samba (68. Ssebunya), Camara, Paviot, De Freitas; Mveng, Bouameur (85. Doucoure); Maurer (47. Asani); Vasic, Gueddar (85. Mäder); Rossier (82. Maltet).

SC Cham: Belser; Loosli (82. Fischer), Haag, Niederhauser, Lujic (82. Pauli); Flühmann (70. Bieri), Pasquarelli, Franek, Bajric (87. Lüthi); Vögele (72. Tia), Ris.

Bemerkungen: Cham ohne Bühler, Wiskemann, Schuler, Gehrig, Lang (alle verletzt), Büeler und Zimmermann (überzählig), Stucki (gesperrt)

Eine ungewollte Achterbahnfahrt

Trainer und Sportchef der Chamer Fussballer haben nach der Vorrunde in der Promotion League gemischte Gefühle. Jetzt gilt es, die Spannung bis Anfang Dezember hochzuhalten.

Michael Wyss

In der Promotion League ist die Vorrunde beendet. Der SC Cham hat gestern Nachmittag in Biel mit 1:3 verloren. Laurin Vögele brachte die Ennetseer in Führung (25. Minute), ehe die Gastgeber die Partie dank eines Rossier-Hattricks nach der Pause drehten.

Der Blick auf die Tabelle zeigt, wie spannend die Gruppe ist. Cham steht auf dem 10. Platz mit 21 Punkten und hat einen Zähler Rückstand auf die Top 7 – das erklärte Ziel laut Trainer Pascal Nussbaumer. Er führt aus: «Wir wollen uns wieder für den Schweizer Cup qualifizieren. Das ist ein mögliches Unterfangen, wie die letzten Monate bewiesen haben.» Die besten sieben Teams – ohne U21-Mannschaften – qualifizieren sich für den Cup und erhalten die Chance, Glücksgefühle wie die Chamer im Sommer zu erleben: Sie warfen im Sommer die Super-League-Mannschaft des FC Lugano aus dem Wettbewerb. Am Dienstag, 2. Dezember, steht die Achtelfinalpartie gegen die Grasshoppers auf dem Programm (ab 20 Uhr). Bis dahin gilt es, die Spannung im Team hochzuhalten. Das ist umso schwerer, als die Meisterschaft nun ruht.

Viele unterschiedliche Aufstellungen
In dieser lautet das oberste Ziel wie jedes Jahr: Ligaerhalt. Die Chamer sind aktuell auf Kurs, diesen relativ schnell sicherzustellen. «Wir sind auf dem richtigen Weg, könnten sicher mehr Punkte auf dem Konto haben – doch im Grossen und Ganzen bin ich zufrieden», sagt Trainer Nussbaumer.

Dieser stieg nach sieben Saisons bei der zweiten Mannschaft im Sportclub auf und löste im Sommer Roland Schwegler ab. Nussbaumer hatte wegen Verletzungen kaum je die Möglichkeit, bei der Aufstellung aus dem Vollen zu schöpfen. Auch die Doppelbelastung mit dem Cup war nicht immer ein Vorteil. «Es besteht immer die Gefahr, dass Spieler sich in diesem Wettbewerb verletzen oder Karten holen, was sich dann negativ auf die Meisterschaft auswirkt», weiss er. Als Beispiel dient die rote Karte mitsamt zwei Spielsperren gegen Eric Tia Chef im Sechzehntelfinal in Altstätten. Nussbaumer sieht aber auch die andere Seite der Medaille: «Das Positive ist, dass durch die personelle Situation viele Spieler zum Einsatz kamen und ihre Chancen erhielten.»

Konstanz als grosses Manko
Die vielen Wechsel sind ein Grund für die höchst unterschiedlichen Auftritte der Chamer. Dabei machte es auch einen Unterschied, ob die Mannschaft zu Hause oder in der Fremde spielte. In der Heimtabelle liegt Cham mit 19 Punkten in neun Matches auf Platz 3, in der Auswärtstabelle ist der Sportclub mit zwei Punkten in acht Partien auf dem zweitletzten Platz. «Wir können uns in allen Bereichen steigern. Wir arbeiten an den Schwankungen, die wir innerhalb des Spiels oder über mehrere Partien zeigten. Das Unvermögen, mehrere gute Spiele in Serie zu zeigen, ist ein Manko. Hier sind wir gefordert», sagt Nussbaumer. Er habe die letzten Wochen und Monate als Trainer des Fanionteams als herausfordernd erlebt, aber nicht im negativen Sinne: «Ich bin sehr motiviert mit diesem Team zu arbeiten, es macht mir Spass und fordert mich jede Woche aufs Neue». Das sei eine schöne Erfahrung.

Auch Sportchef Marcel Werder hat die Vorrunde analysiert. Er sagt: «Es war ein Auf und Ab, wir haben nie wirklich eine Konstante in unserem Spiel gefunden.» Es brauche in jeder Begegnung «Klarheit und volle Überzeugung». Die Fähigkeiten im Team seien vorhanden. Deshalb werde auf dem Transfermarkt nicht allzu aktiv werden, «sondern beobachten und reagieren, falls sich es etwas Passendes ergeben sollte».

Angesprochen auf die Arbeit von Trainer Pascal Nussbaumer, betont Werder: «Die Arbeit mit dem Staff klappt sehr gut. Die Chemie stimmt, auch mit der Mannschaft. Man spürt seinen Willen, hier etwas bewegen zu wollen, und er bringt seine Ideen ein. Seine Identifikation mit dem Verein ist lobenswert.»