FC Grand-Saconnex vs SC Cham
1
0
Mannschaftsaufstellung
FC Grand-Saconnex: Lyoth; Passi (48. Anselme), Zuka; Perracino, Holcbecher, Dos Santos, Semedo Borges; Rahimi; Matuvunu (68. Pagliuca); Sghaier (61. Hajoubi); Regillo (85. Mensah).
SC Cham: Stucki; Niederhauser, Bühler, Zimmermann, Pauli (84. Schuler); Bajric, Franek; Pasquarelli (74. Loosli); Vögele (74. Hegglin), Ris (75. Lujic); Wiskemann (26. Tia Chef)
Bemerkungen: 32. Bajric mit Lattenschuss; 90. Lujic mit Tätlichkeit (direkte rote Karte). Cham ohne Flühmann (abwesend), Lang, Bieri (beide verletzt), Bieri, Wyss und Gehrig (2. MS).
Ennetseer scheitern an der Effizienz
Cham muss sich bei Grand-Saconnex 0:1 geschlagen geben. Die Niederlage war unnötig, hat aber keine Auswirkungen.
Michael Wyss
Den Ennetseern winkte eine weitere Chance, sich von der Abstiegszone der Promotion League zu distanzieren. Nach dem 2:2 gegen Kreuzlingen vor einer Woche und gemischten Gefühlen (2:0 geführt), musste man nun gegen einen weiteren Gegner aus der hinteren Tabellenregion eine Enttäuschung einstecken. Cham verlor bei Grand-Saconnex 0:1. Der Siegestreffer gelang den Genfern in der Schlussphase.
Cham begann gut nach der langen Reise in den Kanton Genf. Man agierte fokussiert und engagiert, nahm die Duelle auf dem nassen Kunstrasen an. Die Westschweizer, vom ehemaligen Profi Jean-Michel Aeby trainiert, hatten zu Beginn Mühe ins Spiel zu kommen. Marin Wiskemann verpasste schon früh die Führung aus ausgezeichneter Position, doch er scheiterte kläglich. In der Folge hatten wiederum Wiskemann, Laurin Vögele und Ajdin Bajric (32. Lattenschuss) gute Chancen, die Kicker vom Eizmoos in Führung zu schiessen.
Auch die Aktionen von Matteo Pasquarelli und Mario Bühler wie weitere gute Szenen nach Eckbällen brachten keine Führung. Es war zum Haareraufen. Ab der 30. Minute kamen die Genfer, die starke Flügelspieler in ihren Reihen hatten und ein gefährliches Kombinationsspiel pflegten, besser in die Partie und prüften Keeper Nico Stucki bei zwei Aktionen. Zur Pause hätte Cham 2:0 führen können, auch der verletzungsbedingte Ausfall von Wiskemann (26.) schmerzte.
Unheil kam in der Schlussphase
Nach dem Seitenwechsel kamen die Gastgeber besser in die Partie, waren präsenter und kamen vermehrt zu gefährlichen Aktionen. Die beste Szene hatten die Genfer in der 72. Minute, als ein Stürmer eine Hereingabe verpasste. Chams offensive Momente blieben Mangelware, bis auf zwei Chancen durch Joel Ris und Bajric. Das Unheil kam dann in der 85. Minute, als Grand-Saconnex nach einer ungenügenden Abwehrarbeit der Chamer auf der rechten Abwehrseite profitierte und mit einem Flankenball Kilian Pagliuca fand, der mittels Kopfballtreffer einnickte. Chams Bemühungen fruchteten nicht mehr, Stevan Lujic kassierte zum Frust noch die Rote Karte nach einer Tätlichkeit. Ein Nachmittag zum Vergessen.
Das Positive ist, dass Chams neunte Niederlage im 22. Spiel der Promotion League keine Auswirkung auf die Tabellensituation hat. Da auch Paradiso verlor, das auf dem ersten Abstiegsplatz liegt, hat das Team um Cheftrainer Pascal Nussbaumer weiterhin zehn Punkte Reserve, was doch beruhigend ist. Chams Captain Fabio Niederhauser sagt nach der Niederlage: «Wir müssten in Führung gehen, dann entwickelt sich das Spiel in eine andere Richtung.» Auch Verteidiger Mario Bühler war enttäuscht: «Wir hatten den Gegner im Griff, mindestens ein Remis müssen wir hier mitnehmen, wenn nicht sogar den Sieg. Wir verpassten zu Beginn eine deutliche Führung.»
Cham mit guten Erinnerungen
Am Samstag (17.30 Uhr, Kleinfeld) kommt es zum Zentralschweizer Derby zwischen Kriens und Cham. Die am Pilatus beheimateten Kicker sind Favorit und Aufstiegskandidat für die Challenge League. Sie führen die Tabelle unangefochten mit 51 Punkten an. Doch Cham entpuppte sich in der jüngsten Vergangenheit als Angstgegner im Kleinfeld. Die letzten beiden Auftritte waren aus Chamer Sicht erfreulich: 4:0-Sieg (24. Februar 2024) und 2:2 (10. August 2024). Wenn das kein gutes Omen ist – und alle guten Dinge sind drei.