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FC Hergiswil vs SC Cham II

Samstag, 02. Mai 2026 16:00 Uhr | Sportplatz Grossmatt, Hergiswil
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Meisterschaft 25/26 160 Zuschauer
Tore: 21. Zurkirchen 1:0. 28. Hegglin 1:1. 42. Wetzel 1:2. 49. Zurkirchen 2:2 (Penalty). 51. Mekonen 2:3. 52. Lombardo 3:3.

Auswärtsremis in Hergiswil

Nachdem der SC Cham II zuletzt gegen die Spitzenmannschaft Sursee eine tolle Partie spielte inkl. Punktezuwachs, versprach man sich im Gastspiel beim FC Hergiswil weitere Punkte.

Bei schönstem Fussballwetter wollten die Chamer an diesem Samstag Nachmittag vor allem durch spielerische Akzente das Heimteam aus Hergiswil dominieren. Entsprechend rutschten mit Kirschenhofer und Thöni zwei spielstarke Zentrumspieler in die Startformation rein. 

Die erste Torchance gehörte jedoch den Hergiswilern. Nach dem sich Wetzel in der ersten Spielminute in der vielbeinigen Hergiswiler Abwehr festlief, kontere das Heimteam mit einem guten Umschaltmoment blitzschnell um. Doch der Torabschluss von Tambwe verfehlte das Tor.

Anschliessend benötigten beide Teams so ihre Zeit, bis man zusammenhängendes auf dem holprigen Geläuf kreieren konnte. Es waren vielmehr Einzelaktionen, welche das Spiel zu Beginn prägten. So auch der Energieanfall von Wetzel, welcher sich in der 10. Minute durch die halbe Abwehr der Gäste durchtankte, jedoch dessen Schuss anschliessend ohne Druck auf das Tor gelang und problemlos von Zimmermann im Hergiswiler Kasten abgewehrt werden konnte. 

Dass solche Einzelaktionen seitens SC Cham nicht das passende Rezept für dieses Spiel waren, zeigte sich schon bald. Mekonen verlor am gegnerischen Strafraum durch die vielbeinige Abwehr die Kugel und Hergiswil lancierte mit einem langen Ball den schnellen Zurkirchen, welcher der Chamer Abwehr davonrannte und keine Mühe bekundete das 1-0 für das Heimteam zu erzielen. 

Die Antwort der Chamer liess nicht lange auf sich warten. Nach einer schönen Kombination über die halbe Chamer Mannschaft gelang die Kugel zu Seitz, dessen Geschoss der Hergiswiler Hüter zur Ecke klären konnte. Der darauffolgende Eckball hatte es in sich. Aus schwierigem Winkel hämmerte Capitain Hegglin die Kugel mit einem Volleyschuss in die Maschen zum sehenswerten 1-1 Ausgleich. 

Trotz dieser zweien Tore wirkte die Partie fahrig. Viele Abspielfehler auf beiden Seiten war zu sehen. Bis zur 42. Minute. Andersen Riis eröffnete das Spiel mit einem klugen Pass via Thöni. Dieser legte ab auf Seitz. Seitz lancierte Mekonen über aussen, welcher mit einem magischen Aussenristpass den mitgelaufenen Wetzel im 16ner bediente und dieser sehenswert zum 1-2 Führungstreffer einnetzte. Ein wunderbar herausgespieltes Tor, welches gleichbedeutend auch das Pausenresultat war.

Viele Tore und viel Gejammer
Die zweite Halbzeit begann mit einer Unkonzentriertheit von Schiedsrichter Latifi und der Chamer Hintermannschaft. Direkt nach dem Anstoss verloren die Chamer in der eigenen Platzhälfte den Ball. Mekonen eroberte sich den Ball zurück, dabei stolperte der Hergiswiler Tambwe ohne wirklichen Körperkontakt neben Mekonen zu Boden. Schiedsrichter Latifi entschied auf Freistoss aus 20 Metern. Der darauffolgende Freistoss wurde zwar noch von der Mauer abgewehrt, jedoch gelang der Prellball an den Arm von Chams Rölli. Daraufhin entschied Schiedsrichter Latifi wohl zu Recht auf Elfmeter, welchen Zurkirchen mittig verwertete. 

Der SC Cham reagierte wieder schnell. Bereits in der 52. Minute erzielte Mekonen mit einem schönen Schlenzer vom Strafraumeck erneut den Führungstreffer zum 2-3. 
Doch so schnell die Chamer an diesem Tag auf Gegentore reagierten, so schnell fing man sich wieder ein nächstes ein. Keine Minute später wurde ein Chamer Einwurf haarsträubend nach hinten zur Abwehr gespielt. Die Hergiswiler fingen den Ball ab und erzielten mit Lombardo den erneuten Ausgleich zum 3-3.

Nach diesem torreichen Start in die 2. Halbzeit wurde vor allem viel gejammert seitens Heimteams. Nahezu jede Schiedsrichterentscheidung wurde dabei von ihrem Trainerteam theatralisch kommentiert. Was auch Einfluss auf einzelne Spieler hatte, welche sich zu beleidigenden Äusserungen gegenüber den Gästen verleiten liessen. 

Fussballerisch war es dann eher magere Kost, was beide Teams zu bieten hatten. Hergiswil hatte in der 67. Minute noch eine dicke Chance durch Tambwe zu verzeichnen, dessen Abschluss an den Pfosten landete. 

Der SC Cham hatte dann in der Schlussminute wohl den Lucky Punch vor Augen. Bühler konnte sich gut gegen zwei Verteidiger durchsetzen und wäre alleine auf Torhüter Zimmermann zugelaufen. Doch der Hergiswiler Injic hielt als letzter Mann Bühler fest, sodass Schiedsrichter Latifi nichts anders übrigblieb, als Injic frühzeitig zum Duschen zu schicken. Der darauffolgende aussichtsreiche Freistoss wurde dann leider mit zu wenig Qualität abgeschlossen. 

Somit endet diese Partie mit 3-3. Mit einem Resultat aber auch mit einer Leistung mit welchem der SC Cham nicht zufrieden sein kann.

Am kommenden Sonntag will man auf Chamer Seite gegen das spielstarke AS Castello wieder eine Reaktion in die richtige Richtung zeigen. Anpfiff ist um 14.30 Uhr.