FC Lugano U-21 vs SC Cham
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Mannschaftsaufstellung
FC Lugano U-21: Pseftis; Gecaj, Shala (46.Amirzade), Dermaku, Plisko; Maccoppi, Pizzagalli (46. Ronchetti), Sbai, Spinelli; Ryter (38. D’Agostino), Babic.
SC Cham: Stucki; Franek (22. Schuler); Loosli (57. Zimmermann), Niederhauser, Bühler, Lujic (57. Tschopp); Gomes, Flühmann, Bajric; Domoraud (46. Lugo; 66. Cappellini), Pasquarelli.
Bemerkungen: Cham ohne Lang, Vögele, Pauli, Capone (alle verletzt), Polat (2. Mannschaft)
Die Chamer Ungeschlagenheit ist in der Südschweiz gerissen
Cham verliert beim Lugano Nachwuchs 1:3. Ein Doppelschlag innert einer Minute führte ins Verderben.
von Michael Wyss
«Wir hätten in den ersten paar Minuten zwei Tore erzielen müssen, denn wir sind gut gestartet und hatten gleich die eine oder andere Möglichkeit», ärgert sich Simon Tschopp, der einzige Torschütze aufseiten der Chamer beim Gastspiel in der Südschweiz anlässlich des 10. Meisterschaftsspiels der Promotion League. Besser machte es die Equipe des FC Lugano U21 zu Beginn dieses Duells. Sie legte einen Blitzstart hin und konnte mit einem Doppelschlag früh 2:0 in Führung gehen.
Yassin Sbai schockte die Ennetseer innert einer Minute. Der gebürtige Italiener traf für die Tessiner früh in der 8. Minute (per Kopfball) und in der 9. Minute setzten diese noch einen drauf. «Sie zeigten uns, was Effizienz heisst», so Tschopp. Der frühe Rückstand von Cham spielte den Tessinern, die unbedingt Punkte benötigten als Tabellenvorletze, in die Karten. Die Gäste von Trainer Roland Schwegler, welche zuletzt fünf Partien nicht mehr verloren, hatten diesen frühen Schock aber gut verdaut und hatten das Spiel im Griff und den Gegner unter Kontrolle. Nennenswerte Aktionen vor dem gegnerischen Gehäuse fehlten aber. So mussten die Chamer mit einem 0:2-Rückstand zur Pause, doch die Hoffnung auf eine Wende war nicht verflogen, denn die Tessiner waren nicht das bessere Team.
Eine spannende Schlussphase
Nach dem Seitenwechsel mussten die Chamer ihr Offensivspiel forcieren, denn es benötigte schnell ein Erfolgserlebnis, wollte man mit Punkten in die Zentralschweiz zurückfahren. Simon Tschopp brachte – nur elf Minuten nach seiner Einwechslung – mit seinem Anschlusstreffer zum 2:1 die Hoffnung zurück. Sein Treffer in der 68. Minute läutete eine spannende Schlussphase ein. «Die Partie hätte in der Phase nach dem Anschluss auf unsere Seite kippen können, es fehlte nicht viel zu einem Punktgewinn oder möglicher Wende», so Cedric Franek.
Der Ausgleich wollte den Chamern trotz Bemühungen nicht mehr gelingen, die Tessiner hatten vermehrt Platz für ihr Konterspiel und konnten in der Nachspielzeit das 3:1, das gleichbedeutende Schlussergebnis, bewerkstelligen. «Wir haben nach dem 2:1 viel Druck ausgeübt und das 2:2 vehement gesucht, wurden aber nicht mehr belohnt. Lugano war einfach kaltschnäuziger und hat seine Chancen eiskalt genutzt», so Chams Captain Fabio Niederhauser enttäuscht. Und Tschopp sagt: «Nach unserer Serie der Ungeschlagenheit ist diese Niederlage natürlich sehr schmerzhaft.»
Absteiger Baden kommt
Die Chamer sind am Samstag (16.00 Eizmoos) wieder gefordert, wenn Challenge League Absteiger Baden in Cham zu Gast ist. Die Aargauer blieben bisher unter ihren Erwartungen und belegen nur den 14. Rang mit 11 Punkten.
Für Cham (10. Rang; 14 Punkte) steht ein eminent wichtiges Duell auf dem Programm, mit Blick in die Abstiegszone, die nur 6 Punkte entfernt ist. Die Liga präsentiert sich sehr ausgeglichen und ist daher auch sehr spannend. Zwischen dem drittplatzierten Breitenrain (17 Punkte) und Cham liegen drei Punkte.