FC Luzern U-21 vs SC Cham
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Mannschaftsaufstellung
FC Luzern U-21: Da Silva; Kabashi, Moos, Sadikaj, Britschgi (46. Vogel); Zimmermann (73. Xhemaili); Silva, Knaak (46. Wicht); Breedijk; Toggenburger, Vasovic (46. Berisha).
SC Cham: Stucki; Tschopp, Franek, Schuler, Büeler (63. Martin); Loosli, Bajric, Flühmann (90. Lokmic); Giordano (70. Domoraud), Pasquarelli (90. Hasler), Kiendrebeogo (63. Capone).
Bemerkungen: Cham ohne Lang, Niederhauser, Pauli, Zimmermann, Capone (alle verletzt), Marleku (gesperrt).
Cham erreicht Cup-Hauptrunde
Cham beendet die Promotion-League-Saison mit einem 3:1-Sieg beim FCL U21.
Michael Wyss
«Stolz, das bin ich. Auf meine Jungs, wie sie sich mental präsentierten in den letzten Wochen. Wir standen unter Druck, der Verbleib in der Promotion League war bis vor wenigen Spieltagen noch in Gefahr», zeigt sich Chams Trainer Roland Schwegler emotional, der zusammen mit Emilio Jose Gesteiro die Ennetseer über viele Jahre erfolgreich betreute.
Die Ennetseer, die im August in ihre elfte Spielzeit in der Promotion League starten, haben es einmal mehr geschafft, in dieser attraktiven Liga zu bestehen. «Ein grosser Kraftakt ist das, welchen wir im Trainerstaff und Vorstand Jahr für Jahr leisten. Keine Selbstverständlichkeit ist die Klassenzugehörigkeit, die hart erarbeitet werden muss», weiss Schwegler.
Sportchef Marcel Werder doppelt nach: «Das ist ein beachtlicher Leistungsausweis, auf diesem Niveau über diese Dauer zu bestehen.» Absolut. In einer Liga, wo andere Teams mit grosser finanzieller Kelle anrühren und mehr finanzielle Mittel in die erste Mannschaft einschiessen, als das in Cham der Fall ist, wo ein finanziell gesunder Mix besteht, mit punktuellen Verstärkungen und der Integration von Spielern aus den eigenen Reihen.
Eine äusserst spannende Liga
Cham schlitterte diese Saison in die Abstiegsgefahr, weil über eine längere Phase die Konstanz fehlte, was sich dann auch in den Resultaten zeigte, wichtige Punkte, um den schnellen Klassenerhalt zu erreichen, blieben aus. Werder: «Das war sicher auch der Grund, warum wir erst drei Runden vor Qualifikationsende die Klassenzugehörigkeit sicherstellen konnten. Er sagt weiter: «Die Meisterschaft war geprägt von vielen Herausforderungen. Das wichtigste Ziel, in der Promotion League zu verbleiben, haben wir geschafft».
Die Liga war extrem spannend und sehr ausgeglichen, Cham hat letztendlich nach dem 34. Spieltag nur fünf Zähler Reserve auf Absteiger Baden gehabt, was doch zeigt, wie eng das war.
Die Chamer jubeln doppelt
Dank dem 3:1-Sieg im Zentralschweizer Derby beim FC Luzern U21 hievte sich Cham noch auf Rang sechs, was sehr erfreulich ist. Und dies hat positive Konsequenzen. Diese Rangierung berechtigt Cham zur Qualifikation zur 1. Hauptrunde im Schweizer Cup.
«Das gönne ich den Spielern und dem Verein nach den nervenaufreibenden letzten Wochen. Für mich ist das der perfekte Abschluss hier in Cham als Cheftrainer. Ich hatte sechs wunderbare Saisons, eine Zeit, die ich nicht missen möchte», sagt Schwegler. Der 43-jährige frühere Fussball-Profi wechselt zum FC Rotkreuz und hat dort eine neue Herausforderung, das Fanionteam nach dem Abstieg in die 2. Liga interregional so schnell wie möglich wieder ins Oberhaus zu führen.
Kaderplanung auf Hochtouren
Wie sich Cham in der neuen Saison präsentieren wird, konnte Werder noch nicht sagen: «Es wird personelle Veränderungen geben, wie das zum normalen Prozess gehört. Der Kern bleibt uns sicher erhalten. Die Planung und Kaderzusammenstellung läuft auf Hochtouren.» Ab Juli übernimmt dann Pascal Nussbaumer das Fanionteam. Aktuell ist er noch Trainer der Reserve-Mannschaft (2. Liga interregional) in Cham.
Der Derbysieg zum Abschluss
Das abschliessende Spiel auf der Hubelmatt vor 300 Fans gewannen die Chamer beim U21-Nachwuchs des FC Luzern verdient mit 3:1. Mathis Giordano, Seydou Kiendrebeogo und Matteo Pasquarelli (Handspenalty) waren für die frühe 3:0-Führung nach 40 Minuten besorgt. Luzerns Anschlusstreffer unter ihrem Trainer und Ex-Profi Michel Renggli gelang Lucas Manuel Silva (67.).
Damit schliessen die Ennetseer die Meisterschaft mit 44 Punkten (11 Siege; 11 Unentschieden; 12 Niederlagen) ab. In die Challenge League steigt Rapperswil-Jona auf, die Absteiger heissen Baden und Delémont.