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FC Rotkreuz vs SC Cham II

Samstag, 29. August 2026 16:00 Uhr | Sportpark Rotkreuz
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Meisterschaft 26/27 150 Zuschauer
Tore: 43. Moor 1:0.

Mannschaftsaufstellung

FC Rotkreuz: Studerus; Fazlic, Ukaj, Lika; Luijc, Sacirovic (C), Cvetkovic, Johannes Bühler, Da Silva (86. Aleksandar Pavlovix); Moor (63. Toska), Klysman Lopes (73. Eric).

SC Cham II: Erne; Rölli, Xhinovci, Andersen, Gomez (74. Rüesch); Stankovic (63. Seitz), Schwerri (63. Annen), Hegglin (C), Mekonen (79. Sylejmani), Luca Bühler (68. Defuns); Amhof.

Bemerkungen: 80. Rüesch (Rot - Notbremse)

Rotkreuz ringt Cham II nieder

Der FC Rotkreuz gewinnt das Derby in der 2. Liga interregional gegen einen ebenbürtigen Gegner mit 1:0.

Martin Mühlebach

Der Rotkreuzer Trainer Roland Schwegler sagte unmittelbar nach dem Schlusspfiff mit dem ihm eigenen Schalk: «Wir haben einen hochverdienten Sieg errungen.» Doch dann wurde er ernst und betonte: «Wir sind noch im Aufbau – wir haben noch viel zu tun. Cham war ein taktisch klug eingestellter Gegner, der uns auf Augenhöhe begegnete. Es freut mich, dass wir zu null gespielt haben.»

Schweglers ironische Bemerkung verrät, dass ihm nach 90 Minuten ein schwerer Stein vom Herzen gefallen ist. Cham war ein schwer zu bezwingender Gegner, der durchaus einen Punkt verdient hätte. Chams Trainer Marco Spiess befand: «Wir haben eine engagierte Leistung abgerufen, aber wir haben unsere Möglichkeiten nicht genutzt. Weil wir in der Offensive zu wenig fertig gespielt haben, müssen wir den Heimweg leider ohne Punkte antreten.»

Die Aussagen der beiden Trainer treffen das Spielgeschehen gut. Es war ein ausgeglichenes, offensiv geführtes Spiel, in dem beide Mannschaften gleichzeitig defensiv kompakt standen. Hüben wie drüben gab es gute Möglichkeiten, die nicht verwertet wurden.

Ein Traumtor zum Sieg
Die einzige Ausnahme gab es in der 43. Minute, als sich der Rotkreuzer Fabio Moor auf halbrechter Position ein Herz fasste und aus rund 20 Metern abzog. Sein herrlicher Schlenzer schlug hoch in der entfernten Torecke ein. Es war das goldene Tor, das dem FC Rotkreuz letztlich den Sieg und die drei Punkte einbrachte. Dass die Gastgeber zuweilen in Gefahr gerieten, hatten sie sich selbst zuzuschreiben. Ungenaue Querpässe in der eigenen Platzhälfte führten immer wieder zu gefährlichen Gegenangriffen. In der Offensive fehlte teilweise das schnelle Nachrücken des Mittelfelds.

Cham machte das besser, scheiterte aber am beherzten Eingreifen der Rotkreuzer Abwehr und ihres Torhüters Jan Studerus. In der Schlussphase musste Cham zudem mit zehn Spielern auskommen. Der sechs Minuten zuvor eingewechselte Leandro Rüesch sah in der 80. Minute wegen einer Notbremse die rote Karte. Rotkreuz brachte den knappen Vorsprung danach über die Zeit.

Beide Teams traten diszipliniert und als geschlossene Einheiten auf. Dennoch gab es auf jeder Seite einen Spieler, der besonders positiv auffiel. Auf Rotkreuzer Seite war es Stevan Lujic, der mit seiner Technik, schnellen Antritten und einem enormen Laufpensum für Furore sorgte.

Auf Chamer Seite überzeugte Minas Mekonen, der ebenfalls ein grosses Laufpensum zeigte und seine Sturmkollegen mit mustergültigen Pässen in die Tiefe lancierte. Lujic und Mekonen waren die überragenden Figuren auf dem Platz.