FC Schaffhausen vs SC Cham
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Mannschaftsaufstellung
FC Schaffhausen: Radtke; Gegaj, Hasani, Harperink, Wetz (76. Gloor); Rizvic, Kujovic (55. Spahiu), Kadima (46. Holenstein); Del Toro (76. Bachmann), Odutayo (82. Lenjani), Castroman
SC Cham: Stucki; Haag (26. Büeler), Niederhauser (46. Pasquarelli), Schuler (42. Gehrig), Pauli; Franek; Bajric, Flühmann; Vögele, Wiskemann (74. Bieri), Ris (74. Tia Chef)
Bemerkungen: 17. Lattenschuss Niederhäuser. 78. Pfostenkopfball Spahiu. Cham ohne Bühler (abwesend), Zimmermann, Lang (beide verletzt), Loosli, Lujic, Lüthi (alle überzählig)
Schaffhausen zeigt Chams Grenzen auf
Bei der 0:3-Niederlage gegen den Absteiger aus der Challenge League steht das Schlussresultat schon vor der Halbzeitpause fest.
Martin Mühlebach
Nach dem beeindruckenden 6:0-Heimsieg vor Wochenfrist gegen Luganos U21-Team lernte Cham im Auswärtsspiel gegen den FC Schaffhausen die Kehrseite der Medaille kennen. Sportchef Marcel Werder sagte im Anschluss an die 0:3-Niederlage: «Schaffhausen hat unsere Grenzen aufgedeckt. Wir machten gravierende Fehler, die vom routinierten, athletisch starken und schnellen Gegner effizient ausgenutzt wurden.»
Und Präsident Rolf Tresch, der die Partie von der Tribüne aus verfolgte, stellte fest: «Unsere Mannschaft vermochte nie an die überragende Leistung der Vorwoche anzuknüpfen. Wir müssen unseren Auftritt in der FCS Arena abhaken und uns auf das Cupspiel vom kommenden Sonntag gegen den Super-League-Klub Lugano konzentrieren.» Ausserdem sollte das Team aus den gemachten Fehlern lernen und die richtigen Schlüsse ziehen, müsste man wohl ergänzen.
Pleiten, Pech und Pannen
Es waren erst knapp vier Spielminuten absolviert, als Schaffhausen zum ersten Mal zuschlug. Nach einem schnell vorgetragenen Angriff über die linke Aussenbahn gelangte der Ball zu Colin Odutayo, der dem Chamer Goalie Nico Stucki keine Abwehrchance liess und zum 1:0 traf.
In der Folge war schnell ersichtlich, dass sich die Chamer Spieler auf dem ausgiebig gewässerten Kunstrasen gegen die umschaltschnellen Platzherren schwertaten. Die Gäste hatten zwar ein paar wenige Torchancen, konnten diese aber wegen Unvermögens oder Pechs nicht nutzen: Fabio Niederhausers Abschlussversuch landete an der Torlatte (17. Minute), und wenig später wurde Stürmer Marin Wiskemann – auf der Torlinie stehend – von einem hart getretenen Ball am Hinterkopf getroffen.
Weitere Chamer Einschussmöglichkeiten konnten wegen zu ungenauer letzten Pässe nicht verwertet werden. Hinzu kam, dass Sven Haag (26.), Florian Schuler (42.) und Fabio Niederhauser (46.) schon frühzeitig infolge Verletzungen ausgewechselt werden mussten. Nachdem Danilo Del Toro in der 29. Minute auf 2:0 erhöht und in der 38. Minute nachgedoppelt hatte, war Chams Niederlage bereits besiegelt.
Die Schadensbegrenzung gelingt
Trainer Pascal Nussbaumer und seine Assistenten Ueli Sturzenegger und Marco Spiess schickten ihre Mannschaft nach der Pause mit einem klaren Auftrag aufs Spielfeld: keinen weiteren Gegentreffer kassieren. Die Chamer stellten auf eine Drei-Mann-Abwehr um, die sich tapfer schlug.
Doch offensiv blieb alles wie zuvor: Marin Wiskemann rannte sich die Lunge vergeblich aus dem Leib und zwang den gegnerischen Torhüter zu Fehlabspielen, doch er wurde kaum einmal mit brauchbaren Bällen gefüttert. Nennenswert ist einzig noch, dass Laurin Vögele den Schaffhauser Keeper Raphael Radtke in der 73. Minute mit einem guten Schuss auf die Probe stellte – die Ausbeute war aber nur ein weiterer Eckball.
Dem Chamer Trainer Nussbaumer und seinem Staff wurde in Schaffhausen deutlich aufgezeigt, wo der Hebel anzusetzen ist, um weitere Enttäuschungen vermeiden zu können. Den Spielern dürfte bewusst worden sein, dass sie weiterhin stark an sich arbeiten und um jeden Punkt kämpfen müssen. Ein starker Auftritt nächsten Sonntag im Cup (14.30 Uhr, Eizmoos) würde die Moral stärken.