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SC Cham vs FC Breitenrain

Samstag, 28. März 2026 16:00 Uhr | Stadion Eizmoos, Cham
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Meisterschaft 25/26 315 Zuschauer | SR: Wyss
Tore: 30. Eric Tia 1:0. 75. Eric Tia 2:0. 85. Stadelmann 2:1. 91. Eigentor Flühmann 2:2.

Mannschaftsaufstellung

SC Cham: Heller; Haag, Bühler, Niederhauser (46. Gehrig), Pauli (85. Wyss); Franek (65. Loosli), Bajric; Vögele, Ris (65. Hegglin); Pasquarelli (76. Flühmann); Tia Chef.

FC Breitenrain: Kissling; Lüthi, Schneuwli (59. Frey) Seeberger, Pahud (77. Stadelmann); Fleury, Briner, Wenzi (59. Pereira); Sollberger, Marleku, Campbell.

Bemerkungen: 82. Tor von Hegglin wegen Abseits aberkannt. 90. Eigentor Flühmann. Cham ohne Wiskemann, Zimmermann, Lang, Bieri (alle verletzt), Lujic (gesperrt), Schuler (krank).

Cham verschenkt den Sieg

Die Chamer Fussballer führen gegen Breitenrain bis zur 85. Minute mit 2:0. Dass das Promotion-League-Spiel letztlich 2:2 endet, haben die Gäste dem Glück der Tüchtigen zu verdanken.

Martin Mühlebach

Nach dem tollen 3:2-Auswärtssieg vor Wochenfrist beim souveränen Leader Kriens empfing der tabellenneunte SC Cham am Samstag den auf dem 13. Rang liegenden FC Breitenrain auf dem heimischen Eizmoos. Die Platzherren gingen als Favorit ins Spiel - aber sie wurden den Erwartungen nicht gerecht. Sie fanden während der 90 Minuten nicht den gewünschten Zugriff auf das Geschehen auf dem grünen Rasen.

Die lauf- und zweikampfstarken Berner liessen die Platzherren nie wunschgemäss ins Spiel kommen. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit unnötigen Ballverlusten im Mittelfeld. Breitenrain lag dem Führungstor näher. Doch Fussball ist bekanntlich unberechenbar. Diese Tatsache bewahrheitete sich in der 30. Minute.

Der Chamer Mittelstürmer Eric Tia Chef setzte sich im Luftkampf gegen den Berner Schlussmann durch und stand plötzlich allein vor dem leeren Tor. Diese Chance liess er sich nicht mehr nehmen. Seelenruhig schob er den Ball zum 1:0 für Cham in die Maschen.

Breitenrain versuchte postwendend zu reagieren. Sie tauchten vermehrt im Chamer Strafraum auf, aber am gekonnt aufspielenden Abwehrchef Mario Bühler und dem ruhig und sicher agierenden Torhüter Diego Heller gab es kein Vorbeikommen. Die Platzherren konnten die 1:0-Führung in die Pause retten. Nach der Pause gab Breitenrain vermehrt den Ton an. In der 58. Minute herrschte im Chamer Strafraum nach einem gut getretenen Eckball ein totales Tohuwabohu. Den Platzherren gelang es mit vereinten Kräften, den 1:1-Ausgleich zu verhindern.

In der 75. Minute profitierte Eric Tia Chef von einem Abpraller im Breitenrainer Strafraum, den er kaltblütig zum 2:0 versenkte. Hinterher bemerkte der Doppelpacker: «Es ist schön, dass mir heute zwei Tore gelungen sind. Aber noch schöner wäre es, wenn diese Tore mit einem Sieg belohnt worden wären.» Damit ist bereits gesagt, dass es nicht beim 2:0 blieb. In der 82. Minute hätte es gar 3:0 für Cham heissen können, aber das von Iwan Hegglin erzielte Tor wurde wegen einer Abseitsposition aberkannt.

Noah Flühmann mit einem Eigentor
Drei Zeigerumdrehungen später vertändelten die Chamer im Mittelfeld den Ball. Sekundenbruchteile später wuchtete der Berner Evan Stadelmann das Spielgerät per Kopf zum 1:2-Anschlusstor in die Maschen. Der Jubel der Gäste war noch nicht ganz abgeklungen, als sie erneut zuschlugen beziehungsweise beschenkt wurden: Der Chamer Noah Flühmann ist zum ungewollten Torschützen geworden, indem er den Ball ins eigene Tor beförderte.

Der 2:2-Endstand war aus Chamer Sicht ärgerlich - aus Sicht der Breitenrainer aber durchaus verdient. Sie hatten mehr fürs Spiel gemacht als Cham. Trainer Pascal Nussbaumer befand zu Recht: «Wir standen dem 3:0 näher als Breitenrain dem Anschlusstor. Aber wir hatten keine Energie - wir machten kein gutes Spiel. Wir haben Breitenrain zwei Geschenke gemacht.»

Dieses Unentschieden hat keine Auswirkungen auf die Tabelle. Cham verbleibt auf dem 9.Rang und Breitenrain auf dem 13. Rang.