SC Cham vs FC Breitenrain
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Mannschaftsaufstellung
SC Cham: Heller; Haag, Niederhauser, Bühler, Zimmermann; Hegglin, Flühmann (72. Gehrig); Vögele (79. Bieri), Pauli (72. Tia Chef); Pasquarelli (82. Cornacchini); Kamberi (79. Facal).
FC Breitenrain: Kilchhofer; Lüthi, Ukoh (87. Lüthi), Avdyli, Stadelmann (69. Pahut); Briner, Wenger, Gomes; Forrer, Frey (77. Krasniqi), Marleku
Bemerkungen: 14. Lattenschuss Flühmann. Cham ohne Bajric (gesperrt), Ribeiro (abwesend), Wiskemann, Lang, Heuberger, Wyss (alle verletzt), Andersen (überzählig).
Ein Joker macht Cham glücklich
Die Fussballer bezwingen Breitenrain zum Auftakt der Promotion-League-Saison mit 2:1. Dabei trifft auch einer der prominenten Zuzüge.
Martin Mühlebach
Der SC-Cham-Präsident Rolf Tresch fasste nach Spielende treffend zusammen: «Beide Teams lieferten sich einen harten Fight. Die physisch starken Berner waren nicht leicht zu bespielen. Dass uns trotzdem ein Sieg gelang, freut mich sehr.» Ähnlich sah es Assistenztrainer Marco Spiess, der den Match von der Tribüne aus verfolgte: «Es war ein enges Spiel – mit dem besseren Ende für uns. Erfolgreich in die Saison zu starten, verleiht Zuversicht.»
In der Tat: Mit Cham und Breitenrain trafen zum Saisonauftakt zwei Teams aufeinander, die von Beginn an den Offensivturbo einschalteten. Der Chamer Noah Flühmann scheiterte in der 14. Minute mit einem Lattenschuss nur ganz knapp an der Führung. Der vorgepreschte Breitenrainer Verteidiger Loris Lüthi hatte fünf Minuten später mehr Glück: Nach einem perfekten Zuspiel durch die Chamer Innenverteidigung schoss er den Ball aus rund 15 Metern ins Tor – Goalie Diego Heller war machtlos.
Die Gastgeber schienen den hart einsteigenden Gästen physisch unterlegen zu sein. Doch dem war nicht so. Die Zuger nahmen die Zweikämpfe im Verlauf der Partie konsequent an und wurden dafür belohnt. Der Ausgleich fiel in der 32. Minute nach einem massgeschneiderten Flankenball von Sven Haag auf Florian Kamberi. Der von Rapperswil-Jona aufs Chamer Eizmoos gewechselte, ehemalige Super-League-Stürmer erzielte per Kopf das 1:1.
Zuerst der Depp – dann der Held
Nach dem Seitenwechsel drückten beide Teams vehement auf die Führung, die mit erlaubten und unerlaubten Mitteln angestrebt wurde. In der 54. Minute schien das Spiel zu entgleiten. Was war geschehen? Der Breitenrainer Eric Briner unterband einen Chamer Angriff, indem er in der Platzhälfte der Berner den Ball im Stile eines Torhüters mit beiden Händen aus der Luft pflückte. Die Chamer forderten vehement den Platzverweis. Der Schiedsrichter liess es aber bei einer Verwarnung bewenden.
In der Schlussphase der Partie rückte der eingewechselte Chamer Stürmer Eric Tia Chef ins Zentrum des Geschehens. In der 83. Minute zog er zielstrebig aufs Berner Gehäuse zu und verzog, statt den ebenfalls eingewechselten und gut postierten Iven Cornacchini zu bedienen. Nur drei Zeigerumdrehungen später machte er es besser: Er umdribbelte den Berner Goalie Remo Kilchhofer und schob den Ball zum 2:1-Siegtreffer ein. Tia Chef bekannte hinterher zur ersten Szene: «Ich war fest entschlossen, den Ball zu versenken – Iven habe ich nicht gesehen.»
Der SC Cham feierte einen glückhaften, aber nicht unverdienten Sieg zum Saisonauftakt. Am kommenden Samstag wird der FC Paradiso auf dem Eizmoos zu Gast sein.