SC Cham vs FC Bulle
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Mannschaftsaufstellung
SC Cham: Zajac; Loosli, Bühler, Schuler, Lujic (80. Zimmermann); Büeler (67. Tschopp), Bajric, Franek, Pauli (46. Martin); Pasquarelli (80. Domoraud); Vögele (17. Flühmann).
FC Bulle: Zbinden; Mvele, Kuzmanovic, Onkony (27. Sumbula), Rexhaj (33. Delley); Aguilar; Asllani (79. Guerin), Makoubé, Bora; Berger (79. Daf), Petignat (79. Pinga.
Bemerkungen: 91. Gelb-rot gegen Sumbula. Cham ohne Lang, Marleku, Kiendrebogo, Capone (alle verletzt).
Punktgewinn trotz Verletzungspech
Der dezimierte SC Cham erreicht ein 1:1 in der Promotion-League-Partie gegen Bulle. Im Tabellenkeller ist es noch enger geworden.
Martin Mühlebach
Der SC Cham musste im Heimspiel gegen Bulle unter anderem verletzungsbedingt auf die Offensivkräfte Lino Lang, Seydou Kiendrebeogo und Mark Marleku verzichten. Zu allem Überfluss zog sich der als Mittelstürmer agierende Laurin Vögele früh in der ersten Halbzeit eine schmerzhafte Schulterverletzung zu. Er musste zur genauen Abklärung ins Spital gefahren und durch Noah Flühmann ersetzt werden.
Cham schien geschockt. Das Spielgeschehen fand mehrheitlich zwischen den beiden Strafräumen statt. Es gab während der ersten 45 Minuten keine einzige herausgespielte Torchance zu vermerken. Dass der Sportclub zur Halbzeit dennoch 0:1 zurücklag, ist einem streng gepfiffenen Penalty geschuldet, den Bulles Mittelfeldregisseur Asllani in der Nachspielzeit eiskalt verwandelte. Der Chamer Assistenztrainer Emilio Gesteiro befand: «Die Glücksgöttin Fortuna lässt uns nun schon eine Weile im Stich.»
Früher Höhepunkt in der zweiten Halbzeit
Cheftrainer Roland Schwegler fand in der Halbzeitpause anscheinend motivierende Worte. Kaum wieder auf dem Platz, setzte sich Flühmann im Kampf gegen einen Verteidiger durch, zog allein auf Torhüter Leandro Zbinden zu und erzielte das 1:1 (51. Minute).
Nun kam Leben ins Spiel. Beide Teams schienen sich mit dem Unentschieden nicht zufriedenzugeben. Dass bis zum Schlusspfiff keine Tore mehr fielen, ist mit wenigen Worten zu erklären: Grobe Schnitzer im Mittelfeld, ungenaue letzte Pässe und Unentschlossenheit im Abschluss. Zudem verdienten sich zumindest die beiden Goalies ein Kompliment. Sie hielten, was zu halten war.
Emilio Gesteiro haderte: «Schade, wieder nur ein Remis», ehe er ergänzt: «Aber wir sind stolz auf unser Team, das immer alles gibt.» Innenverteidiger und Captain Fabio Niederhauser, der leicht angeschlagen auf der Ersatzbank sass, meinte: «Das 1:1 ist ein gutes Resultat für uns. Die dezimierte Mannschaft hat solidarisch gekämpft und den Punkt verdient.»
Im Tabellenkeller ist es nach dem Sieg von Bavois gegen Vevey-Sports (2:0) sowie dem 1:1 des FC Baden in Rapperswil-Jona noch enger geworden. Die Teams auf den Plätzen 13 (Cham) bis 18 (Lugano U21) liegen nun innerhalb von sieben Punkten.