SC Cham vs FC Grand-Saconnex
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Mannschaftsaufstellung
SC Cham: Heller; Haag, Niederhauser, Gehrig, Pauli (46. Zimmermann); Hegglin, Bajric (46. Flühmann); Vögele (61. Bieri), Facal, Ribeiro (61. Lang); Kamberi.
FC Grand-Saconnex: Monteiro; Scandura, Matos, Passi, Semedo; Hajoubi (66. Nkomgue), Kungi (46. Opoku Mansah); Rahimi (58. Anselme); Abbas (16. Gaud), Gomez (58. Mhoumadi), Lopes.
Bemerkungen: 13. Rote Karte Matos (Notbremse). Cham ohne Wiskemann, Wyss (beide verletzt). Cornacchini, Mekonen, Andersen (alle 2. MS).
Cham krönt eine perfekte Woche
Der SC Cham gewinnt das Promotion-Spiel gegen Grand-Saconnex mit 2:1 Toren. Es ist der dritte Sieg innerhalb von sechs Tagen.
Martin Mühlebach
Der SC Cham reitet derzeit auf einer Erfolgswelle: Nach dem 2:0‐Sieg im Cup über den SC Kriens gewann die Elf von Trainer Pascal Nussbaumer am Mittwoch auch die Promotion-League-Partie gegen Kreuzlingen mit 2:1 Toren. Und am Samstag musste Cham gegen Grand Saconnex seinen dritten Ernstkampf innert sechs Tagen bestreiten. Da stellte sich die Frage, ob die Platzherren fürs Spiel gegen die als Tabellenvierte angereisten Genfer noch genügend Kraftreserven hätten.
Nehmen wir es gleich vorweg: Die Kräfte reichten aus – nicht zuletzt dank der ungewollten Mithilfe der Gäste –, um einen 2:1-Sieg einzufahren.
Für die Genfer nahm das Schicksal schon früh seinen Lauf. In der 14. Minute wurde der Chamer Mittelstürmer Florian Kamberi in aussichtsreicher Abschlussposition im Strafraum – wenige Meter vor der Torlinie – vom Genfer Verteidiger Fabio Matos regelwidrig umgerissen. Dem Schiedsrichter blieb keine Wahl. Er verwies Matos mit der Roten Karte des Feldes und zeigte auf den Elfmeterpunkt.
Kamberi trat gleich selber an und verwandelte sicher. Cham führte 1:0. Das frühe Tor schien die Platzherren zu beflügeln. Mit einem Mann mehr auf dem Rasen suchten sie sofort nachzulegen. Immer wieder tauchte Cham vor dem Tor der Genfer auf. Trotz guter Chancen für Sven Haag und Jorge Facal, den der Chamer Sportchef Marcel Werder als «besten Mann» der ersten 45 Minuten bezeichnete, hatte das 1:0 bis zur Pause Bestand. Florian Kamberi, der seine Mitspieler mehrmals erfolgversprechend in Szene setzte, befand anschliessend: «Es braucht noch etwas Zeit, bis unsere Laufwege eingespielt sind.» Weiter führte Kamberi aus: «Wir wollen spielen. Man verlangt von uns Resultate. Aber man sollte auch dafür sorgen, dass der Rasen ein gepflegtes Spiel zulässt.»
Trotz des sich nicht in einem Topzustand befindlichen Rasens fiel das lang ersehnte 2:0 in der 64. Minute durch den drei Zeigerumdrehungen zuvor eingewechselten Lino Lang, der den Grand-Saconnex-Keeper André Monteiro mit einem Traumtor bezwang.
Die Anstrengung macht sich bemerkbar
Danach begannen die Kräfte der Chamer allmählich zu schwinden. In der 73. Minute war die Abwehr gedanklich nicht mehr genügend frisch, um in einem Durcheinander im Strafraum die Übersicht zu bewahren. Gabriel Passi war's egal – er verkürzte auf 2:1. Dabei blieb es bis zum Schluss, obwohl Cham noch die eine oder andere gefährliche Situation zu überstehen hatte.
Trainer Pascal Nussbaumer erkannte richtig: «Wir sind selber schuld, dass es am Ende noch brenzlig wurde. Wir hätten den Sack früher zumachen müssen.» Sportchef Marcel Werder meinte schlicht und einfach: «Wir können eine intensive Woche mit drei Siegen in Serie erfolgreich abhaken. Das ist es, was zählt.»
Am nächsten Samstag (16 Uhr, Eizmoos) empfängt Cham den AC Bellinzona. Wieder ausgeruht.