SC Cham vs FC Lugano U-21
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Mannschaftsaufstellung
SC Cham: Zajac; Tschopp, Bühler, Franek, Lujic (72. Zimmermann); Büeler (46. Martin), Pasquarelli (89. Giordano), Flühmann, Bajric, Kiendrebeogo (72. Loosli); Marleku (81. Capone).
FC Lugano U-21: Pseftis; Pizzagalli (71. Plisko), Gecaj, Shala, Molino (88. Maslarov); Maccuppi, Morandi (60. Lechner), Ronchetti (60. Spinelli), Sbai; Ryter, Piffero.
Bemerkungen: Cham ohne Niederhauser, Pauli, Lang (alle verletzt) und Schuler (krank). – Gelb-Rot: 72. Franek.
Durchatmen nach dem Kellerduell
Der SC Cham siegt dank des Treffers von Mark Marleku mit 1:0 gegen das U21-Team des FC Lugano in der Promotion League. Am Samstag kann er den nächsten grossen Schritt in Richtung Saisonziel machen.
Raphael Biermayr
Die Zahl zehn ist derzeit eine bedeutsame für den SC Cham. Am Mittwoch bestritt er die zehnte Partie in diesem Jahr. Dank des 1:0-Erfolgs gegen das U21-Team des FC Lugano stehen die Chancen gut, dass er auch zehn Jahre nach dem Aufstieg weiterhin in der Promotion League spielen wird. Zehn Siege dürften dazu reichen – jetzt sind es deren acht.
Es war der zweite Drei-Punkte-Erfolg hintereinander, nach dem 2:1-Sieg beim Nachwuchs der Berner Young Boys am Sonntag. Erst zum zweiten Mal in der laufenden Saison gewannen die Chamer zweimal in Folge.
Daran hat die Nummer 10 einen wesentlichen Anteil. Matteo Pasquarelli, der die Captainbinde anstelle des verletzten Fabio Niederhauser trägt, erzielte in Bern das 1:0 vom Penaltypunkt. Pasquarelli ist nach Niederhauser der Spieler mit den meisten Einsätzen in der aktuellen Mannschaft des Sportclubs. 2021 wechselte er auf das Eizmoos, bestritt seither 87 Partien für die Chamer. Es könnten deutlich mehr sein, doch zog sich Pasquarelli in seinem ersten Pflichtspiel einen Kreuzbandriss zu und fiel die ganze Saison 2021/22 verletzt aus. Nun zeigt er immer mehr, wie wichtig er für das Team sein kann.
Gegen Luganos Nachwuchsteam am Mittwoch hatte er zwei vielversprechende Abschlusssituationen und wurde kurz vor dem Abpfiff unter Applaus ausgewechselt. Am Tor des Abends war er aber nicht beteiligt. Luganos Yassin Sbai köpfelte den Ball an seinem Mitspieler vorbei in den Lauf des Chamers Diego Martin. Dieser scheiterte mit seinem Abschluss – doch Mark Marleku traf im Nachschuss (58.). Dank einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit ging diese Führung in Ordnung. Zuvor waren die Tessiner stärker gewesen. Chams Goalie Patrick Zajac bügelte einige Aussetzer der Verteidigung aus. Diese Abwehr war in der Schlussphase geschwächt. Cedric Franek hatte in der 72. Minute die zweite gelbe Karte gesehen.
Der nächste Gegner hat wilde Wochen hinter sich
Der Innenverteidiger fehlt deshalb am Samstag bei seinem Ex-Team in Baden. (16 Uhr, Stadion Esp). Beim Absteiger aus der Challenge League ging es in jüngerer Vergangenheit drunter und drüber. Der Klub stellte zwei Spieler frei, darunter den vormaligen Rotkreuzer Adin Sljivar. Die berüchtigten Fans, die schon im Vorrundenmatch in Cham für Unfrieden sorgten, wüteten im Auswärtsmatch in Biel. Am Mittwoch bei Grand-Saconnex waren deshalb keine Gästezuschauer erlaubt. Diese Partie gewannen die Badener mit 2:1 und gab den letzten Platz in der Tabelle dem FC Lugano U21 gab. Das gibt Genesio Colatrella die Möglichkeit, etwas durchzuatmen. Der frühere Juniorentrainer des FC Luzern geniesst trotz der schlechten Resultate das Vertrauen in Baden.
Wie steht es um die Trainersituation im SC Cham? Der Verein hat noch nicht bekannt gegeben, ob Roland Schwegler bleibt oder Pascal Nussbaumer von der zweiten Mannschaft eine Chance erhält. Laut Sportchef Marcel Werder soll nach Ostern Klarheit herrschen.