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SC Cham vs FC Lugano U-21

Samstag, 02. August 2025 16:00 Uhr | Stadion Eizmoos, Cham
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Meisterschaft 25/26 477 Zuschauer | SR: Duc
Tore: 23. Flühmann 1:0. 34. Vögele 2:0. 44. Niederhauser 3:0. 75. Bieri 4:0. 79. Tia Chef 5:0. 91. Wyss 6:0

Mannschaftsaufstellung

SC Cham: Stucki; Haag, Niederhauser, Bühler, Pauli; Ris (73. Lüthi), Bajric (73. Bieri), Franek (86. Lujic); Flühmann (80. Wyss); Vögele (79. Tia Chef), Wiskemann

FC Lugano U-21: Mina (43. Ndieye); Gamba, Shala (78. Gecaj), Molino; Peverelli, Maslarov, Raffa, Sbai; Piffero (62. Angstmann), Puddu, Frizzi (62. Zurmühle)

Bemerkungen: 42. Rote Karte Mina. Cham ohne Pasquarelli (abwesend), Lang, Loosli, Zimmermann (alle verletzt), Gehrig, Büeler, Laisa (überzählig)

«Einfach sensationell» – ein Traumstart für die Chamer

6:0-Sieg für den SC Cham – gegen die U21 des FC Lugano trifft ausgerechnet die prominenteste Verpflichtung nicht.

Martin Mühlebach

Pascal Nussbaumer, der neue Cheftrainer des SC Cham, fasste nach dem Abpfiff zufrieden und treffend zusammen: «Meine Mannschaft hat einen sehr konzentrierten Auftritt abgeliefert. Die geschlossene Teamleistung war der Schlüssel zum Erfolg.» Und was es für ein Erfolg war: Die Chamer gewannen gegen die U21-Mannschaft des FC Lugano gleich mit 6:0 zum Auftakt der Promotion-League-Saison.

Torhüter Nico Stucki war der sichere Rückhalt, die Abwehr stand sattelfest, die Mittelfeldspieler glänzten mit Übersicht und die Offensive verzeichnete eine gute Chancenverwertung. Die sechs Tore erzielten sechs verschiedene Spieler – ausser ausgerechnet der als Goalgetter zurückgeholte Marin Wiskemann traf nicht. Der 27-Jährige versuchte die letzten beiden Jahre erfolglos, im Profifussball Fuss zu fassen. Wiskemann wurde von den Tessinern eng beschattet und fast im Minutentakt von den Beinen geholt. Dennoch brillierte er mehrfach als Vorlagengeber. Nach Matchschluss betonte er: «Ich bin zufrieden. Die Teamleistung ist entscheidend.»

Rote Karte gegen Lugano in der 42. Minute
In der Tat. Das Heimpublikum wurde nach einer ausgeglichenen Startphase von ihren Protagonisten prächtig unterhalten. In der 23. Minute fiel das erste Tor. Der Tessiner Schlussmann Diego Mina lenkte einen Schuss von Wiskemann vor die Füsse von Noah Flühmann, der zur 1:0-Führung traf. In der 34. Minute legte Wiskemann mustergültig für Laurin Vögele auf, dessen Schuss zum 2:0 im Tessiner Gehäuse landete.

Die Gäste aus der Südschweiz legten daraufhin einen Zacken zu, doch die Chamer Defensive hielt dem zwischenzeitlichen Druck Stand. Und dann schwächten sich die Gäste gleich selbst. In der 42. Minute holte Torhüter Mina Marin Wiskemann zwischen dem Strafraum und der Aussenlinie von den Beinen. Schiedsrichter Loric Duc, der zuvor grobe Fouls durchgehen gelassen hatte, zückte – vielleicht etwas zu streng – die rote Karte.

Der für Mina eingewechselte Ersatzkeeper Cheikh Ahmadou Bamba Ndiaye stand kaum zwischen den Pfosten, als er nach einem Eckball von Flühmann ein Kopfballtor des vorgerückten Chamer Innenverteidigers Fabio Niederhauser zum 3:0-Pausenstand kassierte.

Nach dem Seitenwechsel legte Trainer Nussbaumer das Hauptaugenmerk auf die sichere Spielkontrolle. Seine Mannschaft versuchte die Tessiner aus der Defensive zu locken, um eiskalt zuschlagen zu können. Einwechselspieler führten zum erwünschten Erfolg. Marvin Bieri stand erst wenige Sekunden auf dem Platz, als er nach einem genialen Pass von Flühmann auf 4:0 erhöhte. In der 79. Minute erzielte der gleichzeitig mit Bieri eingewechselte Eric Tia Chef das 5:0, und in der 91. Minute bewerkstelligte der in der 80. Minute eingewechselte Janis Wyss das 6:0-Schlussresultat.

Die drei kamen nicht nur neu ins Spiel, sondern stiessen im Sommer auch neu zum Verein respektive zur ersten Mannschaft: Bieri vom U21-Team des FC Luzern, Chef vom FC Rapperswil-Jona, und Wyss – der Neffe von FCL-Legende Thomas Wyss – nahm Nussbaumer von der zweiten Mannschaft mit.

Die Freude über den Auftritt war nicht nur bei den Spielern und dem Trainerstaff gross. Der Chamer Vereinspräsident Rolf Tresch strahlte übers ganze Gesicht, als er sagte: «Die Teamleistung war einfach sensationell.»