SC Cham vs FC Zürich U-21
4
0
Mannschaftsaufstellung
SC Cham: Heller; Heuberger, Niederhauser (79. Andersen), Gehrig, Haag; Hegglin, Bajric (75. Mekonen); Vögele (66. Bieri), Facal (66. Lang); Pasquarelli (75. Flühmann); Kamberi.
FC Zürich U-21: Pinthus; Lebrino, Kovacevic (70. Kamoko), Sekulic, Roskovic (46. Beck); Hodza (29. Wenger), Stork, Stiel; Geco (79. Frey); Vidovic (46. Lhakpa), Trivellin.
Bemerkungen: 27. Rote Karte Pinthus (Notbremsefoul). Cham ohne Tia Chef (gesperrt), Wiskemann, Pauli, Ribeiro, Zimmermann, Wyss (alle verletzt). Bühler (abwesend).
Cham siegt nach langem Anlauf
Die Fussballer gewinnen das Promotion-League-Spiel gegen den Zürcher Nachwuchs mit 4:0. Der Torreigen wird erst spät eröffnet.
Martin Mühlebach
Das Spiel zwischen Cham und Zürich U21 wurde unter dezentem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen in Angriff genommen. Diese idealen klimatischen Bedingungen schienen den Platzherren zu behagen. Sie strotzten vor Spielfreude. Ein Angriff nach dem anderen rollte auf das Zürcher Gehäuse zu. Die Gäste mussten sich mit gelegentlichen Kontervorstössen begnügen. Es schien nur eine Frage der Zeit zu sein, bis Cham in Führung gehen würde.
Doch die 321 Zuschauenden auf dem Chamer Eizmoos mussten lange mitansehen, wie hochkarätige Torchancen versiebt wurden. So auch in der 25. Minute, als Chams Mittelstürmer Florian Kamberi innerhalb weniger Sekunden zweimal am glänzend reagierenden Zürcher Torhüter Tyrese Pinthus-Duah scheiterte. Als Kamberi zwei Zeigerumdrehungen später entschlossen aufs Zürcher Gehäuse zustürmte, konnte Pinthus-Duah den Chamer Sturmtank kurz ausserhalb des Strafraums nur noch mit einem Notbremsefoul am erfolgreichen Torschuss hindern.
Früher Platzverweisgegen einen Zürcher
Der gut postierte Schiedsrichter zückte sofort die rote Karte. Die Zürcher mussten fortan in Unterzahl spielen. Doch sie vermochten ihr Tor bis zur Pause reinzuhalten. Der Chamer Teammanager Walter Riedweg monierte zurecht: «Wir hätten zur Halbzeit mit mindestens zwei Toren führen müssen – so drückend überlegen waren wir – die Zürcher hatten keine einzige Chance.»
Nach dem Seitenwechsel ging es im gleichen Stil weiter: Es spielte fast nur Cham. Doch trotz mehrerer ausgezeichneter Einschussmöglichkeiten wollte kein Tor fallen. Das lag nicht nur an der mangelnden Effizienz der heimischen Offensivkräfte, sondern auch am disziplinierten Abwehrverhalten der Gäste. Es lief bereits die 69. Spielminute, als grenzenloser Jubel aufbrauste und sich die Chamer Spieler in den Armen lagen: Matteo Pasquarelli hatte den Bann mit einem wuchtigen Kopfballtor gebrochen. Danach fielen die Tore wie reife Früchte. Iwan Hegglin erhöhte mittels Freistoss auf 2:0 (78.) und der eingewechselte Marvin Bieri erzielte in der 85. Minute das 3:0. Den Schlusspunkt zum 4:0-Endresultat setzte Florian Kamberi in der Nachspielzeit. Mit diesem Sieg hievt sich Cham auf den 2. Tabellenplatz.
Trainer Pascal Nussbaumer freute sich: «Unser Plan ist aufgegangen. Wir haben in der vergangenen Woche an der Konstanz gearbeitet und von A bis Z dominiert.» Der langzeitverletzte Marin Wiskemann, der das Spiel unter den Zuschauenden verfolgte, meinte verschmitzt lächelnd: «Zuzuschauen ist hart. Ich hoffe, bald wieder spielen zu können.» Zusammen mit Florian Kamberi wird er die Chamer noch torgefährlicher machen.