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SC Cham vs SC Brühl SG

Samstag, 11. April 2026 16:00 Uhr | Stadion Eizmoos, Cham
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Meisterschaft 25/26 412 Zuschauer | SR: Helbling
Tore: 5. Samet Cicek 0:1. 20. Tunahan Cicek 0:2. 25. Tunahan Cicek 0:3. 34. Abazi 0:4. 91. Di Nucci 0:5

Mannschaftsaufstellung

SC Cham: Heller; Niederhauser, Gehrig (77. Wyss), Zimmermann, Pauli; Bajric; Flühmann (63. Haag), Franek; Vögele (62. Loosli), Ris (62. Lujic); Tia (62. Pasquarelli).

SC Brühl SG: Heim; Kucani, Rahimi, Traber (46. Freimann), Wörnhard (62. Stöber); Tunahan Cicek (62. Di Nucci), Stadler (71. Capozzi), Mulliqi, Dorta; Samet Cicek, Abazi (47. Bahtiyari).

Bemerkungen: 25. Zimmermann rote Karte nach Notbremse. Cham ohne Bühler (abwesend), Schuler, Lang, Bieri (alle verletzt), Hegglin (krank).

Ohne Biss und Emotionen

Die Chamer Fussballer verlieren gegen Brühl mit 0:5 in der Promotion League. Für Captain Fabio Niederhauser ist es besonders bitter.

Michael Wyss

Der SC Cham erwischte gegen Brühl einen fulminanten Start. Noah Flühmann hatte bis zur 4. Minute zwei gute Aktionen, scheiterte aber aus bester Position. Bei der zweiten Chance reagierte Brühls Schlussmann Calvin Heim mirakulös und verhinderte einen frühen Rückstand für die aufstiegswilligen Ostschweizer.

Nur eine Minute später lag der Ball im Netz von Chams Keeper Diego Heller. Aus dem Nichts und völlig entgegen dem Spielverlauf. Nach einem Fehler in der Defensive profitierte nach der Balleroberung Samet Cicek und schlenzte unhaltbar ins Tor.

Cham macht es dem Gegner einfach
In der Folge probierte es Chams Laurin Vögele mit einem Schuss. Die Gastgeber waren bemüht, wollten den Zweitplatzierten fordern. Doch wiederum jubelten wenig später die Gäste. Tunahan Cicek vollendete nach einem schnellen Umschaltspiel einen Angriff zur 2:0-Führung (20.). In dieser Szene machten es die Kicker vom Eizmoos den Gästen aber gar leicht. Keine Gegenwehr, kein Zweikampfverhalten – der zweite Gegentreffer war das logische Verdikt. «Diese beiden frühen Gegentreffer waren Geschenke. Wir waren nicht bissig genug, haben die blauen Flecken nicht geholt, die es braucht», ärgerte sich Chams Trainer Pascal Nussbaumer später über diese beiden Szenen.

Und es kam noch schlimmer. Nur sechs Minuten später war die Partie vorentschieden. Chams Nando Zimmermann wurde nach einem fragwürdigen Entscheid – einer angeblichen Notbremse – mit der roten Karte des Feldes verwiesen. Den anschliessenden Foulpenalty verwandelte Tunahan Cicek sicher zum 3:0. Und damit nicht genug: Luan Abazi (34.) setzte mit dem 4:0 den Schlusspunkt unter die erste Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel konnte der SC Cham mit einem Mann weniger keine Stricke mehr zerreissen. Brühl, eine technisch versierte und schnelle Mannschaft, verwaltete den Vorsprung sicher und traf in der Nachspielzeit zum Endstand von 5:0 (Sandro Di Nucci).

Fans ehren den Captain
Einen deutlich besseren Nachmittag hatte sich insbesondere Chams Captain Fabio Niederhauser erhofft. Er bestritt in seiner zwölften Saison sein 300. Pflichtspiel für das Fanionteam. «Ich hätte mein Jubiläum gerne mit einem Sieg gefeiert. Wir zeigten heute nicht unser wahres Gesicht. Die Klatsche schmerzt», sagte er. Der Fanclub Blegi-Kurve widmete Niederhauser eine schöne Choreografie vor dem Match, und Sportchef Marcel Werder beschenkte ihn mit einer Foto-Collage. «Das sind Momente, die unvergesslich bleiben», sagte der Captain darauf angesprochen.

Für den SC Cham, der zuletzt in drei Partien ohne Niederlage blieb, ist das sportliche Ziel die Qualifikation für die erste Cup-Hauptrunde. Das zu erreichen, ist trotz dieser Klatsche realistisch. Aktuell steht die Nussbaumer-Equipe auf dem neunten Tabellenrang. Aktuell würde eine Top-10-Klassierung für den Einzug in den Cup genügen.

Bereits am Mittwoch trifft Cham auswärts auf den elftplatzierten U21-Nachwuchs des FC Luzern, der drei Punkte weniger hat (20 Uhr, Hubelmatt). Pascal Nussbaumer sagte am Samstag: «Da muss eine Reaktion auf die heutige Leistung her. Die Winnermentalität muss zurückkehren.»