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SC Cham vs SC Kriens

Samstag, 06. September 2025 16:00 Uhr | Stadion Eizmoos, Cham
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Meisterschaft 25/26 885 Zuschauer | SR: Temmar
Tore: 45. (+3) Bajric 1:0. 50. François 1:1. 57. Hoxha 1:2. 71. Bajric 2:2.

Mannschaftsaufstellung

SC Cham: Stucki; Loosli, Bühler, Niederhauser (21. Schuler), Pauli; Ris (64. Lujic), Bajric, Pasquarelli, Flühmann (81. Wyss); Tia Chef, Vögele (64 Bieri).

SC Kriens: Zajac; Hermann (65. Riedmann), Fäh (88. Sefer), Heiniger, Touré; Siegrist, François, Romano (77. Willimann); Hoxha (77. Rüedi), Wicht (65. Sollberger), Sliskovic.

Bemerkungen: Cham ohne Wiskemann, Lang, Zimmermann, Gehrig (alle verletzt) und Franek (familiäre Gründe). Kriens ohne Toggenburger, Gubinelli, Erdin, Aversa (alle verletzt) und Wälti (U-20-Nationalmannschaft). Verwarnungen: 16. Bajric, 46. Siegrist, 89. François, 92. Riedmann (alle Foul).

Cham kämpft – Kriens sündigt

Im Zentralschweizer Promotion-League-Derby spielen Cham und Kriens unentschieden.

Turi Bucher

Das Chamer Heimteam stand vor diesem regionalen Derby der 5. Runde schon mit drei Niederlagen in der Tabelle, während Kriens als Tabellenleader ohne Niederlage (ein Unentschieden) angereist war. Kriens ging also als klarer Favorit in dieses Duell.

Die Krienser hätten zur Pause führen müssen. Eigentlich mit deutlichem Vorsprung. Das Gästeteam aus Luzern hatte in der ersten Halbzeit deutlich mehr Strafraumszenen und Chancen. Doch der SCK war beim Torabschluss zu wenig zielstrebig, zu wenig konsequent. Wicht, Siegrist, Hoxha, Sliskovic - sie alle hätten ein Tor für Kriens markieren können. Cham versuchte die Krienser Angriffe mit Vehemenz zu verteidigen, auch Torhüter Nico Stucki konnte sich mehrmals auszeichnen.

Der Krienser «Torchancen-Frevel» rächte sich in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit. So fahrlässig und unsorgfältig wie sich Kriens im Chamer Strafraum präsentierte, so effizient zeigte sich Cham plötzlich: Der Schiedsrichter liess drei Minuten nachholen, und nach einer unübersichtlichen Situation vor Kriens-Torhüter Patrick Zajak vermochte der Chamer Ajdin Bajric zum 1:0 für die Zuger zu erben.

Es war eine glückliche, nicht wirklich verdiente Pausenführung für den SC Cham. Aber: selber schuld, SC Kriens.

Schnelle Reaktion von Kriens nach der Pause
Kriens vermochte in der zweiten Halbzeit schnell zu reagieren. Der 25-m-Schuss von Martin François in der 50. Minute prallte zuerst an die Latte, danach an den Rücken von Goalie Stucki; und von da kullerte der Ball zum 1:1 über die Torlinie in Richtung Chamer Netz.

Und gleich nochmals eine Kriens-Antwort auf den Halbzeitrückstand: Rrezart Hoxha staubte in der 57. Minute nach dem Flatterschuss von Luka Sliskovic und Stuckis Kurzabwehr gekonnt zum 2:1 für Kriens ab.

Nach einem genialen Steilpass von Hoxha hätte Célien Wicht alleine vor dem Cham-Tor sogar auf 3:1 erhöhen müssen. Dann wäre es schwierig für Cham geworden. Wicht verschoss – Cham durfte weiter hoffen.

Es passte zu diesem intensiven, aufregenden Derby, dass Cham rund zwanzig Minuten vor Schluss zum 2:2 ausgleichen konnte. Nach einem Eckball und der Kopfballabwehr des Kriensers Manuel Fäh erzielte Bajric mit einer Direktabnahme aus 20 Metern sein zweites Tor - ein Traumgoal.

«Mit diesem Punkt kann ich nur schwer leben»
Kriens probierte es weiter mit seinen spielerischen Mitteln. Cham versuchte es kämpferisch. Es blieb beim 2:2. Kriens-Trainer Michael Winsauer sagte dazu: «Mit diesem Punkt kann ich nur schwer leben, denn wir waren die bessere Mannschaft. Cham hätte sich nicht beschweren dürfen, wenn wir schon in der Pause 2:0 oder 3:0 in Führung gewesen wären.» Pascal Nussbaumer, neuer Cham-Trainer seit Saisonbeginn, war hingegen zufrieden: «Ja, mit diesem 2:2 kann ich leben. Wir sind zu einem guten Zeitpunkt in Führung gegangen, und es gefällt mir, wie wir nach dem 1:2-Rückstand zurückgekommen sind.»