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SC Cham vs SC Kriens

Sonntag, 16. August 2026 14:00 Uhr | Stadion Eizmoos, Cham
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Cup 26/27 1430 Zuschauer | SR: Müller
Tore: 13. Kamberi (Handspenalty) 1:0. 34. Vögele 2:0.

Mannschaftsaufstellung

SC Cham: Heller; Haag, Niederhauser, Gehrig, Pauli (70. Zimmermann); Vögele (70. Bieri), Hegglin, Ribeiro (70. Facal) Bajric; Pasquarelli (86. Flühmann), Kamberi (82. Lang).

SC Kriens: Zajac; Alejandro Willimann (46. François), Fäh, Heiniger, Tröndle (31. Hermann); Siegrist (67. Rufener), Mauricio Willimann (46 Ishuayed). , Romano, Bohon Diet; Hoxha; Wicht.

Bemerkungen: Cham ohne Tia Chef, Bühler (beide gesperrt), Wiskemann, Wyss und Heuberger (alle verletzt). Kriens ohne Krasniqi, Sliskovic, Touré, Akahomen und Jetzer (alle verletzt). 5. Lattenschuss von Kamberi. 16. Tor von Wicht aberkannt (Abseits). 18. Tor von Pasquarelli aberkannt (Hands). 93. Zajac hält Foulpenalty von Lang (Nachschuss-Tor von Hegglin wegen Abseits aberkannt).

«Wir sind alle happy»: Cham begeistert gegen peinliches Kriens

Das ist eine deftige, heftige Cup-Überraschung! Vielleicht nicht derart wie vor einem Jahr, als Cham mit einem 3:2 den FC Lugano rausschmiss. Doch mit dem 2:0 (2:0) gegen das biedere Kriens haben die Zuger auch diesmal wieder einen Oberklassigen eliminiert.

Turi Bucher

«Ich habe meinem Team in der Pause gesagt, dass es nicht überheblich werden darf», sagte Chams Trainer Pascal Nussbaumer nach dem 2:0-Sieg gegen Kriens. «Doch jetzt sage ich: Wir haben hochverdient gewonnen.»

Das ist absolut korrekt. Die Chamer aus der Promotion League waren während den gesamten 95 Minuten Spielzeit die bessere Mannschaft, wollten den Cupsieg viel mehr als Widersacher Kriens. Widersacher? Die oberklassigen Krienser fanden bei 30 Grad Hitze nie wirklich ins Spiel. Es war ein insgesamt biederer, schwacher, ja peinlicher Cup-Auftritt ohne Biss. An diesem Sonntag standen einige SCK-Aufsteigerjungs komplett neben den Schuhen.

Schon in der 5. Minute leistete sich Kriens-Verteidiger Mauricio Willimann am eigenen Strafraum einen groben Ballverlust. Cham-Star Florian Kamberi, einst für die Glasgow Rangers spielend, reagierte sofort, traf aus 14 Metern Distanz aber nur die Latte. In der 12. Minute entdeckte der Schiedsrichter nach einer Chamer Cornervariante ein Handspiel im Krienser Strafraum. Den Elfmeter schoss Kamberi flach und rechts und unhaltbar zum 1:0 ein. «Ich habe in Schottland und Deutschland schon vor 60’000 Zuschauern gespielt. Da werde ich bei einem solchen Penalty sicher nicht nervös. Jetzt sind wir alle happy!», erzählte Kamberi nach Spielschluss.

Am Schluss hätte es auch 6:1 stehen können
Kriens reagierte zwar sogleich. Doch Célien Wichts 1:1 in der 16. Minute, ebenfalls nach einem Eckball, wurde zurecht wegen dessen Abseitsposition aberkannt. Es ging gleich turbulent weiter. In der 18. Minute nutzte Cham-Stürmer Matteo Pasquarelli mehrere Unaufmerksamkeiten in der SCK-Abwehr, stoppte einen hohen Ball technisch gekonnt und schob zum 2:0 ein. Doch der Spielleiter hatte ein Handspiel von Pasquarelli gesehen. In der 34. Minute war nach einem weiten Freistoss in den Krienser Strafraum auch das 2:0 klar verdient: Vögele köpfelte den Ball mit einem Aufsetzer unter die Latte. Auffallend und aus Krienser Sicht schwer enttäuschend: Der Challenge-League-Aufsteiger hatte selten richtige Offensivaktionen, verlor im Mittelfeld fast alle Zweikämpfe. «Das ist ein herber Rückschlag für uns», sagte Kriens-Trainer Michael Winsauer nach dem Ausscheiden. «Wir haben Cham genau das gegeben, was es wollte, nämlich jene Duelle, in denen sie ihre Robustheit einsetzen konnten.»

Sinnbildlich war auch jene Szene in der 54. Minute, als der eingewechselte Krienser Martin François seinen Mitspieler Yuro Bohon Diet alleine vors Tor spielte. Das hätte das 1:2 aus Krienser Sicht sein müssen. Doch das FCZ-Talent wartete viel zu lange, prompt konnte ein Chamer noch retten. Am Schluss hätte das Resultat gut und gerne 6:1 stehen können.

Der Schweizer Cup, er ist dem SC Cham so wichtig. Jedes Jahr will er seinem treuen Publikum einen grossen, attraktiven Cup-Gegner präsentieren. Die historisch grösste Cup-Überraschung von Cham ist erst ein Jahr alt: Im August 2025 warf die Nussbaumer-Equipe mit einem sensationellen 3:2-Sieg das Super-League-Team des FC Lugano raus.

Gut, die Krienser können behaupten, dass der Cup-Wettbewerb in diesem Jahr nicht so wichtig, dass der Fokus auf den Ligaerhalt gerichtet ist. Ligaerhalt? Dann braucht es aber ganz andere Darbietungen als an diesem Sonntag im Cup. In Cham wird derweil wieder einmal ei-ne Cup-Überraschung gefeiert. Erst recht, nachdem die Auslosung gestern Abend den 13-fachen Cupsieger FC Sion als Gegner des nächsten grossen Cup-Hits im Eizmoos ergab.